Orschweier BSC freut sich über Klassenerhalt

Auch wenn der Klassenerhalt nicht so gefeiert werden kann wie der Aufstieg im vergangenen Jahr, freute sich BSC-Coach Axel Siefert (Mitte) am Mittwoch darüber, dass Mannschaft und Verein nun endlich Gewissheit haben und für ein weiteres Jahr Regionalliga planen können. Foto: Archiv Foto: Lahrer Zeitung

Bereits seit einigen Tagen war es erwartet worden, am Dienstag wurde es dann amtlich gemacht: Die Saison der Regionalliga Südwest wird abgebrochen, die Wertung der Saison wird per Quotienten-Regelung vorgenommen. Saarbrücken darf demnach in die 3. Liga aufsteigen, Absteiger in die Oberligen gibt es nicht. Auch für den Bahlinger SC, der erst vor rund einem Jahr in die vierte Liga aufgestiegen ist, bedeutet der Abbruch ein weiteres Jahr in der Regionalliga.

Axel Siefert, gemeinsam mit Dennis Bührer Trainer beim BSC, freute sich am Mittwochmorgen über die Gewissheit und den Klassenerhalt. "Es war wichtig, zu wissen, dass es so ist", sagte er. Als Aufsteiger beenden die Kaiserstühler die Saison auf Rang elf – und damit auf einem regulären Nichtabstiegsplatz. "Für uns ist es wichtig, dass wir das Gefühl haben, es auch sportlich geschafft zu haben", findet Siefert. Denn wäre man auf einem Abstiegsrang gestanden und hätte den Klassenerhalt durch den Abbruch geschafft, hätte das einen faden Beigeschmack gehabt. So aber könne man stolz sein. "Aber natürlich hätten wir gerne ein paar Spiele mehr gehabt", sagt Siefert und denkt beispielsweise an die Auswärtspartie beim Meister und DFB-Pokal-Halbfinalisten Saarbrücken.

So aber ist nach 23 Spielen Schluss und der BSC kann für die neue Regionalliga-Saison planen. Wann diese starten kann, ist noch unklar – bis zum 31. August sind Großveranstaltungen und damit auch Fußballspiele verboten. Bis Ende Juni ruht bei den Bahlinger zudem auch der Trainingsbetrieb, das Team ist in Kurzarbeit. Geplant ist derzeit, dass es Anfang Juli wieder losgeht. "Ich freue mich wieder aufs Training", schaut Siefert bereits nach vorne.

In der neuen Saison wartet ein Mammutprogramm

Und wenn dann Mitte September wieder Fußball vor Fans gespielt werden kann, wartet auf die Regionalligisten ein Mammutprogramm. Da es keine Absteiger aber vier Aufsteiger aus den Oberligen gibt, besteht die Liga aus mindestens 21 Teams – 40 Spiele wären die Folge. Je nachdem, ob aus der 3. Liga noch Südwest-Clubs absteigen, könnte sich die Anzahl sogar noch erhöhen. "Das wird nicht einfach", sagt Siefert. Englische Wochen werden sich wohl nicht vermeiden lassen, diese bedeuten für die Bahlinger einen größeren Aufwand – speziell bei weit entfernten Auswärtsspielen.

Ein prestigeträchtiges Auswärtsspiel könnte übrigens unter Umständen auf dem Betzenberg in Kaiserslauternstattfinden. Denn in der dritten Liga steckt der FCK mitten im Abstiegskampf. "Kaiserslautern bei uns in der Liga wäre schlecht – so ein Verein gehört definitiv nicht in die Regionalliga", denkt Siefert jedoch eher an die Strahlkraft der Pfälzer für den Profifußball. Sollte es aber so kommen, würde man auch ein Spiel auf dem "Betze" annehmen. Denn während der FCK für Siefert nicht in die Regionalliga gehört – der Bahlinger SC hat in dieser Saison gezeigt, dass er genau da dort hingehört, wo er nun steht.

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