Orschweier Rekord in Orschweier: 2500 Narren sorgen für Stimmung

Orschweier - Der Umzug der Narrenzunft Hornig ist ein Erfolg geworden. Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens hatten sich nicht nur rund 2500 Narren durch die Dorfstraßen bewegt. Geschätzt doppelt so viele Zuschauer verfolgten das bunte Narren-Spektakel.

Fasent-Rekord in Orschweier

Der große Umzug der Orschweierer Narrenzunft wurde zum Fasent-Rekord. Bei bestem Vorfrühlingswetter ohne jede Wolke säumten viele Zuschauer – vom Kleinkind bis zu Senioren – die Route des närrischen Lindwurms.

Kein Wunder! Denn 78 Gruppen defilierten durch Orschweiers Dorfzentrum, darunter hundert Freiamter Narren als größte Gruppe und eine weitere aus Aufen bei Donaueschingen angereiste. Angeführt wurde der lange Zug von der wackeren Feuerwehr zum Gassen-Räumen, sogleich folgte der Orschweierer Musikzug samt aktuellem Prinzenpaar Patrick und Anita.

Süden war komplett vertreten

Die Partnerzunft aus dem Kaiserstühler Wyhl hatte den nächsten Ehrenplatz im Umzug. Ansonsten war der Fasnachts-Südbezirk komplett vertreten: Ruster Fanfarenzug samt Hanfrözi, Ettenheimer Hoorigen, Ringsheimer Erzklopfer und viele mehr.

Aus der weiteren Umgebung ob Nord oder Süd waren viele weitere Zünfte angereist, etwa aus dem Freiburger Raum, Linx, samt Ehrenkirchener Fichtenschüttlern oder – von nicht ganz so weit weg – die Lahrer Korkenzieher. Acht Musikgruppen sorgten für schrägsten Straßenlärm.

Häs-Hexen erschreckten die Kinder

Die meisten der elf Großwagen wurden aus organisatorischen Gründen ans Zugende geschoben. Lokale Vereine wie etwa der Orschweierer Sportclub durften ihren überschaubaren Wagen als Schotten vorab mitführen. Hunderte Häs-Hexen, ob vom Lahrer Galgenberg, aus Ottenheim, Allmansweier oder "Riddeme" erschreckten die umstehenden Kinder sachte – diverse Teufel oder Wurzelgeister waren auch dabei. Statt Konfetti flogen höchstens harmlose "Saublodere" im Kreis herum.

Umzug verlief ohne größere Zwischenfälle

Polizei, Feuerwehr und zusätzlich engagierter Sicherheitsdienst hatten erfolgreich dafür gesorgt, dass sich keine Fasent-Rüpel in Orschweier breit machen konnten. So freute sich der Oberzunftmeister Volker Kern schließlich über einen fulminanten Straßenumzug ohne ernsthafte Zwischenfälle.

Umzug so beliebt wie noch nie zuvor

Lange wurde in Orschweiers Dorfstraßen rund um das Rathaus und dann der Halle noch weiter gefeiert. Die angereisten auswärtigen Narrenzünfte konnten dabei natürlich auf ihre Busfahrer vertrauen, trotz Überstunden mit gehörigen Ruhepausen versehen. Fazit: Einen derartigen Straßenumzug hat Orschweier noch nicht erlebt. Allerdings dürfte das nicht zu toppen sein, weil das Dorf noch größeren Schwung Narren nicht fassen kann.

Hornigen-Zunft feiert rundes Jubiläum

Die meisten Narrenzünfte feiern gerne unrunde Schnapszahlen-Jubiläen, etwa 55 oder 66 Jahre. Nicht so die Hornigen-Zunft. Denn die begeht gerade ihren runden 60. Geburtstag. Aus diesem Grund luden die Verantwortlichen am Sonntag nicht nur mehr befreundete Zünfte als sonst zu ihrem Straßenumzug ein, sondern gleich auch noch zu einem speziellen Empfang in den Narrenschopf.

Dort wurden viele teils gereimte Reden gehalten. Wir werden darüber noch separat berichten.

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