Oppenau Von Mozart über Brahms bis Bartók

Das Kölner Alinde Quartett gastiert in Oppenau. Foto: Weinrauch Foto: Lahrer Zeitung

Oppenau (red/rha). Den Auftakt der Reihe "Kulturelles Oppenau" macht in dieser Saison das Alinde Quartett am Sonntag, 9. September, ab 19 Uhr in der Günter-Bimmerle-Halle. Seit sieben Jahren probt, konzertiert und reist das mit internationalen Preisen ausgezeichnete Quartett nun von Köln aus durch die Welt – nun machen sie mit ihrem Programm "Leuchtende Meisterschaft" einen Stopp in Oppenau.

 

Mozart, am Ende seines Lebens, in finanziellen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten, will dem König von Preußen eine Reihe von Streichquartetten widmen. Sie entstehen unter deprimierenden Umständen, dennoch voller Hoffnung. Der König hat von diesen wunderbaren, leuchtenden Stücken nie einen Ton gehört.

Bis an die Grenzen der damaligen Avantgarde und darüber hinaus reicht Bartók mit seinem dritten Quartett. Experimentieren mit einer eigenwilligen Form und kompromisslose Härte in Harmonik und Struktur machen es zu einem seiner spannendsten Werke.

Grenzen überschreitet Brahms in seinem ersten Streichquartett ebenfalls. Er soll bis zu 20 fertige Streichquartette zerstört haben, bevor er sich an die Veröffentlichung seines c-moll Quartetts wagt. "Die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen", sei das schwierigste. Und er schafft in diesem Werk Unglaubliches: Ein ergreifendes, ausuferndes Bekenntnis voller Dramatik, konzentriert in nie dagewesener Komplexität und Energie.

So unterschiedlich diese drei Werke auch scheinen, so verschieden die Lebensumstände der Entstehung sind – so zweifellos sind sie großartige Glanzlichter der Kammermusik.

Weitere Informationen: Telefon 07804/4837, info@oppenau.de

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