Offenburg "Wollen Doppelpass in Region spielen"

Fabio Kinast (rechts) – hier noch im Trikot der U 15 des OFV 2015 – wechselte 2016 in die Freiburger Fußballschule. Foto: Archiv: Heck

Der Offenburger FV istbekannt für seine guteJugendarbeit. Davonprofitiert auch die Fußballschule des SC Freiburg. Im Gegenzug können sich OFV-Trainer beimProfi-Klub weiterbilden oder hospitieren.

(red/flow). "Beim Offenburger FV wird eine sehr gute Jungendarbeit geleistet", lobt Andreas Steiert, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Freiburger Fußballschule. Von der U 12 bis zur U 23 treten dort aktuell 18 ehemalige OFV-Spieler gegen den Ball. Fünf bis sechs Jugendliche schaffen pro Jahr den Sprung in die altersgleichen Mannschaften des SC Freiburg.

Rund 180 Jugendliche von der U 10/11 bis zur U 18/19 kommen jede Woche nach Offenburg in das Karl-Heitz-Stadion zum Fußballtraining des OFV. An der Badstraße punktet man mit damit, von der C- bis zur A-Jugend Oberliga-Fußball bieten zu können. Dies ist neben der Perspektive für die Nachwuchstalente auch ein Argument beim SC für die Kooperation. Die Freiburger Fußballschule arbeitet mit weiteren fünf Vereinen zusammen. "Der OFV ist einer der sechs Kooperationsvereine mit dem wir den Doppelpass in der Region spielen wollen", unterstreicht Steiert. "Auf der inhaltlichen Ebene versuchen wir uns vielfältig gegenseitig zu unterstützen. Zum einen im Bereich der Sichtung, zum anderen hat der OFV eine Fördergruppe, die von uns unterstützt wird. Wir bieten Trainerfortbildungen an, Trainer können hier hospitieren. Wir tragen gemeinsam Kooperationsturniere und Freundschaftsspiele aus", nennt Steiert die wesentlichen Eckpunkte.

"In der Region herrscht Aufbruchstimmung"

"Generell gibt es in der Region eine Aufbruchstimmung und Vereine, die in der Jugend gute Arbeit leisten", so Steiert.

Außerhalb des Spielplanes werden Vergleichsspiele mit Mannschaften anderer Leistungszentren wie Waldhof Mannheim, Astoria Walldorf, SC Heidenheim und Hoffenheim durchgeführt. Die genannten Vereine arbeiten alle mit hauptberuflichen Trainern, während die OFV-Trainer nebenberuflich arbeiten, aber alle lizenziert sind. Ziel des Gesamtprojektes ist, Talente aus der Region zu sichten, zu fordern und fördern und bei entsprechender Qualität dem Kooperationspartner SC Freiburg zuzuführen.

Der Jugendkoordinator des FC Villingen, Marcel Yahyaijan, ist voll des Lobes: "Der OFV ist vorbildlich, was die Arbeit im Jugendbereich anbelangt und setzt sich hier sicher von anderen gleichwertigen Vereinen ab." Das Projekt OFV-Jugendarbeit wurde 2015 vom japanischen Fußballverband mit Kamerateam gesichtet, die Japaner waren davon begeistert. Im Jahr 2016 war der englische Profi-Klub FC Southampton zur Sichtung des OFV-Projekts vor Ort und war ebenso angetan. Und das obwohl der Klub als wertvolle Talentschmiede Englands bekannt ist. Stars Gareth Bale, Theo Walcott und Adam Lallana haben dort den Durchbruch geschafft.

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