Offenburg Viele Stätten warten auf Besucher

Viel malerischer geht es nicht: Die Engelgasse in Gengenbach ist beim Tag des offenen Denkmals einer von vielen Veranstaltungsorten im Landkreis. Foto: Wissing Foto: Lahrer Zeitung

"Entdecken, was uns verbindet" – unter diesem Motto steht der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr. Auch in der Ortenau gibt es in vielen Gemeinden einen besonderen Blick hinter die Kulissen.

 

Ortenau. Neun Gemeinden im Ortenaukreis finden sich auf der Veranstaltungskarte am kommenden Sonntag, 9. September. Einige wie Seebach, Ottenhöfen, Offenburg und Achern gleich mit mehren Angeboten. Daneben laden besondere Denkmäler und kulturhistorische Orte in Ringsheim, Ettenheim, Ichenheim, Gengenbach und Oberkirch zu einem Besuch ein.

In Ichenheim führt Hans-Peter Restle anlässlich des Tags des offenen Denkmals um 14 Uhr durch den 1866 erbauten Dreiseithof, Hauptstraße 54. Besichtigt werden lässt er sich an diesem Tag von 12 bis 16 Uhr.

Gleich drei Führungen durch die Engelgasse in der historischen Innenstadt Gengenbachs bietet die Touristinfo am Sonntag an: um 14, 15 und 16 Uhr. In der Gasse mit ihren Fachwerkhäusern, deren oberes Geschoss etwa einen Meter hinausragen, lebten im Mittelalter die jüdischen Einwohner der Stadt. Die Führungen werden von Mitgliedern des Historischen Vereins Gengenbach begleitet.

Die erstmals 1226 erwähnte und 1670 neu-erbaute Johanneskapelle, Bundesstraße 13 in Ringsheim, ist am Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Dort werden zu jeder vollen Stunde – bis auf 18 Uhr – Führungen angeboten. Die Kapelle war einst Pilgerziel des Johannisfests und besaß eine Quelle, deren Wasser heilende Wirkung zugesprochen wurde.

Durch die Ettenheimer Altstadt werden Besucher am Sonntag um 15 Uhr geführt. Treffpunkt ist am Bärenbrunnen vor dem Rathaus. Die mittelalterlich geprägte Innenstadt steht seit 1963 unter Denkmalschutz. Bei dem Rundgang werde Stadtführerin Aline Jung auch die Verbindungen zu Frankreich hervorheben.

Auch die Altdorfer Synagoge ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Dort ist eine Ausstellung mit den Lebensläufen ehemaliger jüdischer Bürger vorgestellt.

Einblick in den Kalten Krieg und darüber hinaus verspricht ein Besuch des Kommandobunkers der französischen Armee auf der Hornisgrinde. Bis 1999 war das Areal militärisches Sperrgebiet. Vor der Nutzung durch Frankreich war hier die deutsche Luftwaffe aktiv. Der Bunker ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet, einstündige Führungen sind vorgesehen um 10.45 und 13.45 Uhr sowie um 15.30 Uhr in Russisch.

In Offenburg sind das Kloster Unserer Lieben Frau, der Salmen für eine Führung um 13 Uhr und das anlässlich der badischen Revolution eröffnete Gefängnis, das jetzt ein Hotel beherbergt, geöffnet. Auch dort werden Führungen angeboten: um 13, 13.45, 14.30, 15.15, 16 sowie um 16.45 Uhr.

Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 begangen. Koordiniert wird er bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. In diesem Jahr beteiligen sich mehr als 7500 Stätten.

Weitere Informationen: www.tag-des-offenen-denkmals.de

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