Im Tischtennis ruht der Ball Vereine sehnen Trainingsstart herbei

Training ist für die Tischtennisvereine der Region größtenteils immer noch nicht möglich. Umso schwieriger gestaltet sich daher die Planung für die kommende Saison. Ein Lichtblick: Die Clubs berichten, dass die Spieler überwiegend dabeibleiben.

Tischtennissport im Amateurbereich ist mehr als sich nur gegenseitig die Bälle um die Ohren zu schlagen. Es geht vielmehr um das soziale Miteinander. Für Kinder und Jugendliche, die eine Zufluchtsstelle finden, aber auch für Erwachsene, die sich nach dem Spiel oder Training noch ein Bier genehmigen.

Auf all das müssen die Vereine aufgrund der Corona-Pandemie immer noch verzichten und vermissen es sehr, wie die Vereinsvertreter jeweils erklärten. Die Lahrer Zeitung hat sich umgehört, was die Vereine unternehmen, um die Krise zu bewältigen.

DJK Offenburg

Tim Karcher, Mitglied des Abteilungsvorstands, berichtet, dass die Damenmannschaft der DJK, die in der 2. Bundesliga spielt, das seltene Privileg hat, noch trainieren zu dürfen. Sie gelten, ebenso wie zwei Jugendliche, die im Landeskader sind, als Spitzensportler. Ansonsten ruhe der Trainingsbetrieb in der Halle.

Der Kontakt innerhalb des Vereins werde über Whatsapp-Gruppen gehalten, im Jugendbereich gebe es einmal in der Woche ein virtuelles Training mit Konditions- und Koordinationsübungen. Hier lobt Karcher ausdrücklich Jugendtrainerin Petra Heuberger. Für die kommende Saison gebe es eine gute Rückmeldung, dass alle Spieler dabeibleiben. "Sie können es kaum erwarten", berichtet Karcher.

TTC Friesenheim

"Wir haben es immer wieder mit Einzeltraining probiert", erzählt Sport- und Jugendwart Günter Lauer. Training mit einem Trainer und einem Spieler war für die Friesenheimer möglich – wenn auch unter verschärften Hygieneauflagen wie dem Wechseln der Bälle nach einer Stunde.

Was vor allem fehlt, seien Turniere, die der Verein normalerweise veranstaltet. Lauer rechnet damit, dass es nach dem Neueinstieg schwieriger werden könnte, das Vertrauen und die Motivation zurückzugewinnen, ist aber guter Dinge, dass es beim TTC Friesenheim gut ausgehen wird.

TTF Kappel

Vorstand Ralf Kern erklärt, dass man nicht trainiere, weil der Verein es nicht möchte. "Wir sind uns des Risikos bewusst", so Kern. Erst wenn die Gemeinde das Okay gebe, werde man wieder starten. Bis dahin greife man auf Mittel wie eine Online-Vorstandssitzung zurück, um in Kontakt zu bleiben.

Aktuell laufen die Planungen für die kommende Saison. "Erwachsene springen eher selten ab", schildert Kern die Vorbereitungen. Beim Nachwuchs habe er ein wenig mehr Sorgen, hoffe aber, dass sich durch die Zusammenarbeit mit der Schule nach der Pandemie wieder viele Talente rekrutieren lassen.

TTC Altdorf

Wie Pressesprecher Christian Zehnle berichtet, habe man in Altdorf nicht daran denken können, zu trainieren, da die Sporthallen geschlossen sind. "Wir hoffen auf Nachrichten, ob wir starten können", sagt Zehnle. Da der Verein auf Eigengewächse setze, habe er keine Sorge, dass Mitglieder abspringen. Eine Kündigung habe es bisher nicht gegeben, auch keine Forderung einer Rückzahlung des Mitgliedsbeitrags.

Optimistisch stimmt Zehnle die Aussicht eines Multifunktionsraums in der neuen Münchgrundhalle. Darin könne gespielt und trainiert werden, wodurch man weniger abhängig von anderen Vereinen sei, die die Halle nutzen. Zudem können Vorstandssitzungen dort abgehalten werden und man hat einen Raum, in dem man sich nach dem Spiel noch für ein Bier und etwas Stärkung aufhalten kann, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

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