Offenburg Technik soll erlebbar werden

Reinhard Braun (von links), Hans-Peter Schemitz, Joachim Schröter und Frank Leonardt sind engagierte Mitglieder des Vereins, der das "Technische Erlebnismuseum Offenburg" aufbauen will. Dafür werden noch geeignete Räumlichkeiten gesucht. Foto: Laurösch Foto: Lahrer Zeitung

Von Florian Laurösch

 

Der Verein "Technisches Erlebnismuseum Offenburg" (Temopolis) möchte seinen Traum von einem Museum in der Kreisstadt wahr werden lassen. Nun haben die Initiatoren ihre Pläne vorgestellt.

Offenburg. Die Region Offenburg ist ein Technikstandort, diese Überzeugung hat zu der Gründung des Vereins geführt. Der hat zurzeit einen Showroom im Industriegebiet West zu bieten, möchte aber ein Museum aufbauen. Wann es eingerichtet wird, steht noch nicht fest, auch Details über Standort und Umfang der Ausstellungsfläche sind noch unklar. Das Temopolis sollte aber möglichst in der Innenstadt gelegen sein.

Das Konzept des Museums steht indes bereits fest: "Wir wollen Dinge zeigen, die heute beziehungsweise morgen noch technisch aktuell sind", berichtet Frank Leonardt vom Verein "Technisches Erlebnismuseum Offenburg", der rund 25 Mitglieder hat – alles Technikbegeisterte wie etwa Gründungsmitglied Hans-Peter Schemitz, ehemaliger Abteilungsleiter der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg.

In dem Museum sollen moderne Technologien im Mittelpunkt stehen. Um dies zu realisieren, arbeitet der Verein eng mit Bildungseinrichtungen wie der Hochschule Offenburg zusammen. In die Gestaltung des Museums sollen auch Firmen eingebunden werden, die Produktentwicklungen ausstellen können. "Wir haben in Offenburg viele Unternehmen, denen wir eine Plattform bieten möchten", kündigt Vereinsmitglied Reinhard Braun an.

Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenburg

Das Museum will sich am elsässischen Kindermuseum "Le Vaisseau" orientieren, soll also ebenfalls Mitmachangebote bieten – allerdings für Erwachsene. Private Sammlungen von Mitgliedern sollen den historischen Teil der Ausstellung ergänzen, wobei der Verein auch hier auf Unterstützung durch Spenden hofft.

Unter dem Motto "Heute Utopie – morgen Wirklichkeit" steht jedoch der Zukunftsaspekt im Mittelpunkt. So sollen neueste Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren oder in der Robotertechnologie zentraler Bestandteil des Museums werden. Hierbei will sich der Verein auch einen kritischen Blick auf technische Entwicklungen nicht nehmen lassen.

Ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenburg ist der Roboter "Sweaty", dessen Entwicklung vom Verein verfolgt und betreut wird. Dieser Roboter konnte erst nur simple Aufgaben im Sitzen lösen, kann jetzt aber schon selbstständig gehen und soll noch im nächsten Jahr sogar das Laufen lernen. Zuletzt soll er Teil eines ganzen Roboterteams werden, das gegen eine menschliche Fußballmannschaft spielen können soll. Über diese und weitere Entwicklungen soll in den Ausstellungsräumen des Museums informiert werden.

Aber auch Trends im Bereich Alltagsgegenstände sollen in dem künftigen Museum vorgeführt werden, wenn es nach den ehrgeizigen Plänen geht. So sollen im neuen Museum auch 3D-Drucker und ihre Möglichkeiten eine Rolle spielen­ – der Besucher soll erfahren,wohin sich die einzelne Technikbranchen entwickeln. Aktualität ist der höchste Anspruch, den der Verein an seine Exponate stellen wird, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

  • Bewertung
    0