Offenburg Technik: "Schluckspecht" gewinnt in Holland

Der Star des Hochschul-Teams: der "Schluckspecht" beim Wettbewerb in den Niederlanden. Foto: Hochschule Offenburg

Offenburg/Berghem - Das Team der Hochschule Offenburg hat beim "Shell Eco-Marathon" 2019 in Holland den zweiten Platz in der Disziplin "Autonomes Fahren" belegt. Mit ihrem Geringverbraucher "Schluckspecht V" waren die Studenten das beste deutsche Team.

Erst zum zweiten Mal traten Teams in der Disziplin "Autonomes Fahren" gegeneinander an. Neben der Hochschule wagten sich drei weitere Universitäten in Berghem in den Niederlanden an diese schwierige Herausforderung: die Hochschule Amsterdam, die Technische Universität Dänemark und die TU München.

Das autonome Fahren ist besonders anspruchsvoll, weil dabei die Disziplinen der Mechanik, der Elektrotechnik und der Informatik zusammenwirken und zusammenzuführen seien, so die Hochschule in einer Pressemitteilung. Obwohl die Mitglieder des Schluckspecht-Teams semesterweise wechseln, habe die Zusammenarbeit sowohl in der Vorbereitungsphase als auch beim Wettkampf selbst bestens funktioniert. Die Studenten kommen aus verschiedensten Studiengängen: dazu gehören Maschinenbau, Elektrotechnik und Medienfächer.

"Unser Team hat sich hervorragend präsentiert", freut sich Gesamtprojektleiter Stefan Hensel, Professor an der Hochschule Offenburg. "Unsere technischen Verbesserungen haben sich im Wettbewerb bewährt und wir konnten uns im Vergleich zum Vorjahr enorm steigern."

Diesen technischen Fortschritte konnte der "Schluckspecht" bei dem vier Tage dauernden Wettbewerb demonstrieren: Zunächst wurden die Fahrzeuge unter Sicherheits- und technischen Aspekten geprüft. Dann mussten die Teams unter Beweis stellen, dass ihre Fahrzeuge autonom, also ohne Einfluss eines Fahrers, auf einer kurvigen Strecke fahren, vor einer Mauer einparken und durch unterschiedlich gesetzte "Tore" manövrieren können. Zudem präsentierten die Teams ihre Vorstellungen über die aktuellen sowie zukünftigen Möglichkeiten des autonomen Fahrens.

Das Team der Hochschule Offenburg habe dazu bereits zahlreiche Ideen entwickelt, so die Pressemitteilung. Alle Aufgaben flossen schließlich in die Gesamtwertung ein. Im nächsten Jahr will das Schluckspecht-Team erneut beim autonomen Fahren antreten und die präsentierten Ideen bis dahin in die Tat umsetzen. "Ich bin mir sicher, dass wir uns beim autonomen Fahren in der Spitzengruppe des Wettbewerbs etablieren", sagt Hensel zum Potenzial des selbstfahrenden "Schluckspechts".

Zunächst heißt es jedoch, sich auf einen Reichweitenwettbewerb vorzubereiten. Das Ziel: Mit einem Liter Diesel soweit wie möglich fahren – immerhin hatte der "Schluckspecht" damit schon fast 1310 Kilometer geschafft. Der erneute Wettbewerb findet in vier Wochen in London statt. Die aktuellsten Informationen sind unter www.schluckspecht.net zu finden.

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