Offenburg Spurensuche im Fall des erschossenen 43-Jährigen

Offenburg - Rund 30 Mitarbeiter der Sonderkommission "Kreisel" haben am Tatort – ein landwirtschaftlicher Weg bei Offenburg – nach weiteren Hinweisen gesucht. Warum der 43-jährige Lahrer erschossen wurde, bleibt weiterhin unklar.

 

Vier Tage ist es her, dass eine Autofahrerin eine Leiche in der Nähe eines Obststandes, östlich des Kreisverkehrs in Richtung Käfersberg/Ortenberg gefunden hat. "Das Opfer wurde von ihr dort auf der Straße liegend im Gabelungsbereich entdeckt", erklärte Wolfgang Kramer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Offenburg. Das Fahrzeug des mit einer Schussverletzung getöteten Mannes stand nur wenige Meter entfernt.

Das Gelände rund um den Fundort, welcher auch Tatort ist, wurde am Dienstag weitläufiger abgesucht. "Wir erhoffen uns tatrelevante Gegenstände zu finden", so Kramer zu Beginn. Um welche Gegenständen genau es sich dabei handelt, soll zunächst nicht an die Öffentlichkeit. "Wir können noch keine Details sagen, da es auch Täterwissen ist", erklärte Kramer seine Diskretion. Zudem müsse man sich bei einer Sonderkommission generell strikt an die Absprache mit der Staatsanwaltschaft halten. Was der Polizeisprecher jedoch Preis gab ist, dass die Kriminaltechniker bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag Spuren an der Leiche wie auch am Fahrzeug des Opfers sichern konnten. Auch über das Wochenende seien einige Hinweise bei der Polizei eingegangen.

Rund drei Stunden war die Sonderkommission "Kreisel" am Dienstag im Einsatz. Dabei wurde unter anderem mit Metalldetektoren nach Hinweisen gesucht, die zur Aufklärung des Verbrechens führen könnten.

Einige Gegenstände wurden sichergestellt

"Das kann durch einen einzigen noch so kleinen Gegenstand ganz schnell gehen", so Kramer. Einige Gegenstände wurden letztlich gefunden und nun weiter untersucht.

Hintergründe und das Tatvorgehen bleiben weiter offen. Sicher ist, dass die Zeugin mit ihrem Auto auf der Straße bei Offenburg entlang gefahren ist, die Leiche fand und um 0.41 Uhr die Polizei alarmierte. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 43-jährigen Mannes feststellen. In der Nacht soll das Opfer zu einem vermeintlichen Treffen verabredet gewesen sein, so der Polizeisprecher. Vom Wohnort Lahr aus, sei der Mann mit türkischer Nationalität gegen 23 Uhr losgefahren – "die Schussverletzung hat demnach offensichtlich schnell zum Tod geführt".

Zuhause habe der Mann, bevor er die Wohnung verließ, erzählt, dass er zu einem "vermeintlichen" Treffen verabredet ist. Ob es sich bei dem Tatort um den Ort handelt, an dem das Treffen stattfinden sollte und, ob es überhaupt zu diesem Treffen kam, ist bislang noch nicht sicher.

"Der Strauß der Möglichkeiten ist so breit gefächert, da benötigen wir viele Helfer – daher auch die rund 50 Mitarbeiter", erklärte Kramer. Neben den Spurensicherungen laufen derzeit Vernehmungen von Menschen, die mit dem Opfer in Kontakt standen.

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