Offenburg So könnte die neue Klinik aussehen

Offenburg - Die Preisträger des Architektenwettbewerbs für den Neubau des Offenburger Klinikums stehen fest. Den ersten Platz belegt das Planungsteam Ludes Architekten/Ingenieure und Fischer Landschaftsarchitekten aus München.

Gemäß den Vergaberegeln wird nun mit den Preisträgern des Wettbewerbs (siehe Info) verhandelt, teilt das Klinikum am Donnerstag mit. Die endgültige Entscheidung welcher der prämierten Entwürfe umgesetzt wird falle bis zur Jahresmitte. Baubeginn für den Klinik-Neubau in Offenburg wird voraussichtlich Mitte 2025 sein. Die Bauzeit ist mit rund viereinhalb Jahren veranschlagt.

Der erste Preisträger hat anknüpfend an das bestehende Straßennetz einen durch mehrere Klinikgebäude räumlich gefassten Campusplatz mit Bäumen, Wasserbecken und Außenbereich einer Cafeteria entworfen. Die Pkw-Stellplätze sind in einem benachbarten Parkhaus vorgesehen, sodass der Platz verkehrsfrei sein wird, erläutert das Klinikum. "Die kompakte und klar strukturierte Baukörpersituation mit einem zweigeschossigen Funktionssockel und zwei aufgesetzten viergeschossigen Atriumbaukörpern mit den Pflegestationen sichert eine gute Orientierbarkeit, die zweigeschossige Eingangshalle schafft Übersicht", heißt es vom Klinikverbunds.

Alle Patientenzimmer bieten Blick ins Grüne

Innenhöfe ermöglichen Tageslicht für alle Arbeits- und Aufenthaltsbereiche. Alle Patientenzimmer sind nach außen orientiert und besitzen freien Blick in die Landschaft. Notwendige Anpassungs- und Erweiterungsoptionen seien bereits angedacht.

Von der Qualität der Preisträgerarbeiten zeigte sich Landrat Frank Scherer beeindruckt: Die preisgekrönten Entwürfe zeichneten eine überzeugende Vision für einen modernen und leistungsfähigen Klinik-Neubau. "Für diese komplexe Aufgabenstellung war ein Architektenwettbewerb der richtige Weg.

Das Preisgericht konnte unter einer Vielzahl anspruchsvoller und attraktiver Lösungen wählen", betont Scherer und dankt allen Beteiligten für die engagierte Arbeit. Die aus 28 Bewerbungen ausgewählten 15 Teilnehmer hatten die Aufgabe, am Standort Holderstock ein neues Stadtquartier mit integriertem Klinikcampus zu entwickeln. Entstehen soll ein betriebsoptimierter und gleichwohl ansprechender Klinik-Neubau mit bis zu 730 Betten.

15 Entwürfe wurden von Preisgericht beurteilt

Für Klinikum-Chef Christian Keller bieten die preisgekrönten Arbeiten "ein großes Potenzial für eine erstklassige, stationäre Gesundheitsversorgung nach der Umsetzung der Agenda 2030." Mit dem Neubau wie auch mit den künftigen Gebäuden für die zentralen Dienste würde der Kreis ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen. "Der künftige Klinikcampus in Offenburg wird ein großer Gewinn für unseren Klinikverbund insgesamt", so Keller.

Die Entscheidung fällte ein Preisgericht unter Vorsitz des Stadtplaners Eckard Rosenberger. Das Gremium tagte am Montag und Dienstag in der Messe Offenburg. Dem Preisgericht gehörten neben Experten der Fachrichtungen, Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur mit Scherer, Oberbürgermeister Marco Steffens und Ortenau Klinikum-Chef Keller auch Vertreter des Kreises, des Klinikums und der Stadt an.

"Diese zwei Tage waren sehr beeindruckend", fasst Offenburgs OB das Preisgericht zusammen. "Der Siegerentwurf ist sehr überzeugend und wird ein Garant für eine gute medizinische Versorgung der Menschen in der Stadt und der Region werden", so Steffens.

Die Preisträger

Mit einem zweiten Preis wurde die HWP-Planungsgesellschaft aus Stuttgart in Zusammenarbeit mit "Architects Collective ZT" aus Wien und "Kienleplan" aus Leinfelden-Echterdingen ausgezeichnet. Der dritte Preis ging an HDR mit FSWLA-Landschaftsarchitektur aus Düsseldorf.

Für bemerkenswerte Teilleistungen wurden "HPP-International-Planungsgesellschaft" aus Stuttgart mit "White Arkitektur AB" aus Göteborg und "Greenbox Landschaftsarchitekten Part" aus Köln sowie das Planungsteam Wörner-Traxler-Richter aus Dresden mit "Burckhard und Partner" und "Topotek 1" aus Berlin mit Anerkennungen ausgezeichnet.

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