Offenburg Richtiges Verhalten beim Sturm

Aufgrund des Sturms hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr seit Sonntagabend komplett eingestellt. Der Nahverkehr soll jedoch weiter laufen. Dennoch sollte man Reisen auf das Nötigste beschränken und sich zum Schutz vor dem Sturm in Gebäuden aufhalten, rät die Feuerwehr Offenburg. Foto: Moritz Frankenberg Foto: Lahrer Zeitung

Der Deutsche Wetterdienst warnt am heutigen Montag vor einer schweren Sturmlage durch das Tief "Sabine". Die Feuerwehr Offenburg gibt den Bürgern deshalb eine Reihe an Verhaltenstipps.

Offenburg (red/jg). Voraussichtlich bis zum heutigen Montagnachmittag wird es auch in der Ortenau verbreitet schwere Sturmböen um 100 Stundenkilometer geben. Bis Montagmittag sind orkanartige Böen oder Orkanböen bis 120 Stundenkilometern, lokal auch mehr zu erwarten, teilt der Deutsche Wetterdienst mit. Im höheren Bergland kann es Orkanböen bis zu 160 Stundenkilometern geben. Nach Montagabend ist weiterhin Sturm wahrscheinlich, bei Gewittern und im Bergland besteht auch dann noch ein Risiko für vereinzelte orkanartige Böen.

Bei solchen Unwettern können Gefahren für Leib und Leben entstehen – etwa durch ausgerissene Bäume, durch herabfallende Äste oder Dachziegel, erklärt die Feuerwehr Offenburg, die eine Reihe von Verhaltenstipps hat.

Draußen

 Ungeschützte Orte meiden, an denen man von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnte.  Zum Schutz vor dem Sturm sollte man sich in Gebäuden aufhalten. Bei starken Stürmen sollte man jedoch Hallen mit großen Deckenspannweiten meiden.  Wenn noch ausreichend Zeit ist, sollten draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel oder Fahrräder gesichert werden.  Sollte man bei Hagel nirgendwo Schutz finden, empfiehlt die Feuerwehr, sich mit dem Gesicht auf den Boden zu legen und Kopf und Nacken mit Händen zu schützen.

Gewitter

 Bei Gewitter Schutz in einem Gebäude suchen oder mit eng zusammen stehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke gehen.  Gemieden werden sollten: offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und auch an Zäune sollte man sich nicht lehnen.  Zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern einhalten.  Alle Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder vermeiden.

Im Auto

Im Auto ist man bei Gewitter sicher. Man sollte also im Fahrzeug bleiben und keine blanken Metallteile berühren.

Zu Hause

Bei Hagel und Wirbelstürmen die Fenster, Roll- oder Fensterläden schließen und sich von ungeschützten Öffnungen fernhalten.  Es empfiehlt sich, einen innen liegenden Raum im Erdgeschoss aufzusuchen. Kellerräume sollte man jedoch meiden, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensbedrohlichen Fallen werden können. Räume mit großer Deckenspannweite wie Hallen meiden. Empfindliche Geräte vom Netz nehmen oder Überspannungsschutz verwenden.

Schutz für Tiere

 Haus- oder Nutztiere werden durch Unwetter stark verängstigt. Halter sollten versuchen ihre Tiere zu beruhigen und darauf achten, dass diese den geschützten Bereich nicht verlassen können.

Verhalten nach Unwetter

Vor dem Aufräumen genau kontrollieren und dokumentieren, was beispielsweise durch Wassereinbruch oder Glasbruch beschädigt oder zerstört worden ist. Ist jemand verletzt, Erste Hilfe leisten und den Rettungsdienst unter Telefon 112 rufen.  Wenn durch Überflutung, etwa im Keller, Heizöl oder andere gefährliche Substanzen freigesetzt worden sind, sollte man unbedingt sofort die Feuerwehr unter Telefon 112 anrufen. Vorsicht beim Betreten überfluteter Keller, es besteht die Gefahr eines Stromschlags, wenn der Hausanschlusskasten im Keller untergebracht ist.  Elektrische Geräte nur in Betrieb nehmen, wenn sie nicht feucht geworden sind. Wenn das Gebäude stark beschädigt wurde, draußen bleiben und dieses erst dann wieder betreten, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde. Wenn das Dach stark beschädigt wurde, sollte man vom Haus ausreichend entfernt bleiben und die Feuerwehr unter Telefon 112 anrufen.

Für Menschen, die immer aktuell informiert sein möchten, empfiehlt die Feuerwehr Offenburg die Warn-App NINA – ein schneller und effizienter Weg zum Schutz der Bevölkerung. Für die zuständigen Behörden des Zivil- und Katastrophenschutzes ist sie ein wichtiger Informationskanal, die Menschen über Gefahren zu informieren und gleichzeitig konkrete Verhaltenshinweise zu geben. Neben der Warnfunktion bietet die App NINA auch grundlegende Informationen und Notfalltipps zu Themen des Bevölkerungsschutzes an, und zwar im Internet unter https://www.bbk.bund.de/

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