Offenburg Ortenauer haben seltener Asthma

Rund 7355 Ortenauer AOK-Versicherte leiden an Asthma – Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Foto: Von Ditfurth

Ortenau - Bei Ortenauern liegt die Asthma­häufigkeit bei 3,5 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der AOK, Wido, in ihrem gerade vorgelegten Gesundheitsatlas Asthma. Überhaupt leidet die baden-württembergische Bevölkerung seltener an "Asthma bronchiale" als die Einwohner der meisten anderen Bundesländer, teilt die AOK Südlicher Oberrhein mit.

Großstädter häufiger betroffen als Menschen im ländlichen Raum

Liegt der Patientenanteil mit Asthma im bundesweiten Schnitt bei 4,2 Prozent, so liegt er im Süden bei lediglich 3,7 Prozent. Einer Hochrechnung von Wido zufolge waren 2018 in Baden-Württemberg 410 000 Menschen an Asthma erkrankt.

In den Reihen ihrer eigenen Versicherten ermittelte die AOK Südlicher Oberrhein im gleichen Zeitraum etwas mehr als 16 000 Erkrankte, davon im Ortenaukreis 7 355. Frauen sind mit 4 148 Versicherten stärker betroffen als Männer mit 3 207 Versicherten. Aber auch hier ist ein Trend nach oben deutlich: Vier Jahre zuvor zählte die AOK im Kreis noch 6 346 an Asthma erkrankte Versicherte, 2017 kletterte die Zahl über die 7000er Marke.

"Tendenziell sind Großstädter häufiger betroffen als Menschen im ländlichen Raum", erklärt AOK-Pressesprecher Frank Kölble die Auswertung. "Möglicherweise lässt sich das durch die Luftqualität erklären. Aber auch Alter und Geschlecht sind wichtige Einflussfaktoren".

So sind bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre zunächst die Jungen deutlich häufiger von Asthma betroffen als Mädchen, mit zunehmendem Alter tritt die Krankheit dagegen häufiger bei Frauen als bei Männern auf.

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren, die Asthma verursachen können, zählen laut AOK allergische Erkrankungen, eine genetische Veranlagung, Luftverschmutzung sowie eingeatmete lungenschädigende Stoffe wie Tabakrauch. "Selbst nach einer Diagnose von ›Asthma bronchiale‹ haben die Patienten gute Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf durch die Teilnahme an einem ›Disease-Management-Programm‹ positiv zu beeinflussen", so die AOK. Entscheidend sei dabei – neben einer strukturierten Therapie – auch die Motivation für einen gesunden Lebensstil.

  • Bewertung
    0