Offenburg Offenburger müssen Leitungswasser abkochen

Offenburger sollten Trinkwasser zurzeit abkochen. Foto: Pleul Foto: Lahrer Zeitung

Offenburg (jpe). Trinkwasser einfach aus dem Hahn zu trinken, ist für Offenburger zurzeit tabu. Grund ist eine nachgewiesene Verunreinigung. Erst nach der Auswertung der weiteren Proben wird entschieden, ob auch eine Chlor-Desinfektion im Offenburger Trinkwassernetzes notwendig ist. Dies bestätigte gestern Thomas Wolf vom Gesundheitsamt beim Landratsamt Ortenaukreis auf Anfrage der Lahrer Zeitung.

"Die gefundenen Bakterienstämme zählen nicht zu den gefährlichen Koli-Bakterien", so Wolf. Dennoch sind die Kolibakterien im Trinkwasser alarmierend, weil sie eben auf die Verunreinigung des Trinkwassers durch Fäkalien hinweisen. Doch die Anzahl der Bakterien ist laut Wolf noch relativ gering und insofern eine Chlor-Desinfektion nicht sofort angezeigt. Für die Verbraucher würde diese Maßnahme bedeuten, dass sie einige Wochen Leitungswasser vor der Verwendung abkochen müssten. Bei einer regulären Entnahme im Offenburger Wassernetz waren in dieser Woche zwei Proben auffällig. Bis die Beseitigung des Problems lückenlos nachgewiesen werden kann, empfehlen Landratsamt Ortenau und Wasserversorger BN-Netze, das Wasser vor dem Genuss abzukochen. Das Unternehmen informiere, sobald diese Empfehlung wieder aufgehoben wird. Es hat am gestrigen Freitag, 4. Oktober insgesamt 23 Proben im gesamten Trinkwassernetz entnommen. Am Montag, 7. Oktober, zieht das Gesundheitsamt erneut Proben. Am Mittwoch sollen alle Ergebnisse vorliegen. Dann fällt die Entscheidung, ob das Wasser wieder unbedenklich ist. Für die Körperhygiene, Duschen oder Baden sowie zur Toilettenspülung ist ein Abkochen auch gegenwärtig nicht notwendig.

  • Bewertung
    0