Offenburg Offenburg hat in diesem Jahr viel vor

So könnte es in Offenburg an der Räderbachinsel aussehen, wenn’s klappt mit der Landesgartenschau. Auf dem insgesamt 25 Hektar großen Ausstellungsgelände sollen 2034 in Offenburg gärtnerische Disziplinen behandelt werden und Freizeitflächen neu entstehen. Foto: Animation: Filon Architekturvisualisierung und Bildbastelei

Offenburg - "Wir haben viel vor." Voller Zuversicht blickt Offenburgs OB Marco Steffens auf das Jahr 2020. Die Landesgartenschau-Bewerbung überstrahlt vieles und prägte auch den Neujahrsempfang.

Für die Bewerbung zur Landesgartenschau 2034 haben die Bewerber schon einige Kilometer zurückgelegt – und nicht nur mit dem Auto, um die geforderten Unterlagen in der Landeshauptstadt abzuliefern. "Wir sind geradelt, marschiert und haben viele Ideen gesammelt", berichtete Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens zum Neujahrsempfang in der Oberrheinhalle seinen rund 800 Zuhörern. Im Frühjahr wird sich die Auswahlkommission ein Bild von der Bewerbung machen. Das ist aber nicht die einzige Herausforderung, der sich die Stadt im Jahr 2020 stellen wird. Viele Großprojekte und deren Entwicklungsstand stellte OB Steffens in seiner Ansprache vor.   Klinik am Holderstock: Am Standort "Nordwestlich Holderstock" zwischen Bohlsbach, Bühl und der Nordweststadt soll die neue Klinik im Rahmen der Agenda 2030 realisiert werden. Vor drei Wochen haben Stadt und Kreis einen städtebaulichen Vertrag unterschrieben. Er sieht vor, dass Offenburg dem Ortenaukreis die Fläche, rund 20 Hektar, in baureifem Zustand überträgt. Dann kann dieser dort ein Klinikum errichten und betreiben.

Sobald die Klinik in Betrieb geht, erhält die Stadt im Gegenzug das Grundstück des derzeitigen Klinikums am Standort Ebertplatz zurück. Schon in den 1970er-Jahren wurde ein ähnliches Modell praktiziert: Damals hat die Stadt dem Kreis den Ebertplatz für den Klinikbetrieb übertragen.   Messehalle: Zu Offenburg gehört auch die Messe Offenburg-Ortenau. Bis 2022 will Offenburg die neue Messehalle bauen. "Es bedeutet, dass im Umfeld einer Messe, etwa bei Handel, Handwerk, Verlagen, Dienstleistungsunternehmen, Logistik, Hotels und Gastronomie, Umsätze generiert werden, die direkt auf die Messe-Aktivitäten zurückzuführen sind. Und nicht das Doppelte oder Dreifache, sondern das Fünf- bis Sechsfache des Messeplatz-Umsatzes", so Steffens.

 > Bahnhof-Schlachthof-Areal: Offenburg wurde 2019 im städtebaulichen Förderprogramm des Landes mit 2,2 Millionen Euro berücksichtigt. Die planerische Umsetzung hat begonnen. Kultur- und Start-up-Szene sollen gleichermaßen einen Gewinn daraus ziehen.

 > Rée-Carré: Das neue Einkaufsquartier in der nördlichen Innenstadt soll bereits Ende des laufenden Jahres eröffnet werden. Außerdem werden auf dem Gelände Büro- und Praxisräume, 25 Wohnungen und mehr als 400 Parkplätze angesiedelt.

 > Wohnungsbau: Unter Regie der städtischen Wohnungsbaugesellschaften Stadtbau / Wohnbau Offenburg sollen bis zum Jahr 2021 rund 180 zusätzliche Mietwohnungen gebaut werden, von denen circa 150 öffentlich gefördert sind. "Und sie werden 30 Prozent unter der jeweils geltenden ortsüblichen Vergleichsmiete vermietet", kündigte der OB Steffens in seiner Neujahrsansprache an. Bis zum Endes des Jahres sollen mindestens neue 900 Wohnungen auf den Markt kommen. Laut Prognosen der Stadt werden zwischen den Jahren 2015 und 2030 etwa 5200 neue Wohnungen nötig. Eine große Herausforderung.

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