Offenburg Moritz Wilhelm nicht zu bremsen

Moritz Wilhelm war mit zehn Treffern der erfolgreichste Schütze der HSG Ortenau Süd beim Heimsieg gegen den SV Ohlsbach.­ Atchivfoto: Wendling Foto: Schwarzwälder Bote

Die HSG Ortenau Süd ist ihrer Favoritenstellung gegen Ohlsbach gerecht geworden. Doch der Sieg gegen den Vorletzten war ein hartes Stück Arbeit.

(smü). Landesliga Nord Männer: HSG Ortenau Süd – SV Ohlsbach 26:23 (9:10). Dass es nicht einfach werden würde, war den Verantwortlichen des Gastgebers angesichts der Voraussetzungen bereits vor dem Anpfiff bewusst: Die HSG mit angeschlagenen und grippegeschwächten Spielern auf der einen Seite, der SV Ohlsbach als Tabellenvorletzter, der jeden Zähler dringend braucht, auf der anderen.

Von Beginn verlief die Begegnung ausgeglichen, bis zum 5:5 konnte sich kein Team absetzen. Ein kleiner Zwischenspurt der Hausherren mit drei Treffern in Folge brachten Mitte der ersten Hälfte eine 8:5-Führung ein. In dieser Phase spielte die Steponavicius-Truppe im Angriff einen druckvollen und geduldigen Ball. Doch die Gäste um Trainer Matthias Eisele blieben dran, glichen zum 8:8 aus und warfen bis zur Pausen selbst eine 10:9-Führung heraus.

Nach dem Wechsel lief das Spiel ähnlich wie in den ersten 30 Minuten: Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie den Sieg, sich aber gegenseitig nichts schenken wollten. Nach dem 11:12 der Gäste legten die HSGler einen Zwischenspurt ein und erzielten fünf Treffer in Folge zur 16:12-Führung. Die Defensive stand jetzt agiler, im Angriff wurde druckvoll in die Lücke gegangen. Es schien, als sei die HSG auf dem besten Weg, die Partie deutlich für sich zu entscheiden.

Aber Ohlsbach blieb auf Tuchfühlung. Einfache Gästetreffer aus dem Rückraum waren die Folge einer erneuten Schwäche in der Defensive der HSG. Beim 19:18 für die HSG war Ohlsbach bis auf einen Treffer dran. Nun aber besann sich die HSG auf ihre Stärken, verhinderte den Ausgleich und stellte bis drei Minuten vor Spielende den Fünf-Tore-Vorsprung wieder her (26:21). Die letzten beiden Treffer gehörten dann dem Gast.

Eine weitgehend offene Begegnung mit dem besseren Ende für die HSG, die nun auf diesen Sieg aufbauen muss, um nächste Woche dann auch bei Tabellenführer Baden-Baden 2 zu bestehen. Stärkster Spieler der Gastgeber war der zehnfache Torschütze Moritz Wilhelm. HSG: Richini, Betzler 2, Fimm, Bolz 4, Leufke 1, Göpper 4, D. Herzog, Peter 2, Schilli 1, Enderlin, Wilhelm 10/2, N. Herzog 2, Heim, Glatz SVO: Doninger, Göppert 1, Sieverding, F. Bruder 4, Jörger 1, Isenmann 6/1, Geppert, Lang, Richter 6/1, Echle 4, Huber 1, Armbruster, Kempf, L. Bruder. (lb). Landesliga Nord, Männer: TS Ottersweier – TuS Ottenheim 18:23 (7:10). Durch seinen vierten Sieg in Folge mausert sich Ottenheim langsam zu Verfolger Nummer eins des Tabellenführers Baden-Baden 2. "Das muss man erst einmal gewinnen", freute sich TuS-Coach Ulf Seefeldt über den doppelten Punktgewinn und sah einmal mehr die Abwehr mit einem starken Torhüterduo als Basis für den Erfolg. Dass die Ried-Sieben den Sack nicht früher zumachen konnte, lag an der ebenfalls guten Defensivleistung – inklusive Torsteher – der Gastgeber. "Darum haben wir uns im Abgriff schwer getan, vorn war es teilweise sehr zäh", resümierte Seefeldt, dessen Team sich im zweiten Durchgang einen Hänger leistete, der den Hausherren den Ausgleich ermöglichte.

Elias Wilhelm erzielt letzte drei Treffer

Doch Ottenheim fing sich postwendend wieder und legte nach. In der Schlussphase sprangen die jungen Spieler in die Presche: Zweimal traf Vincent Funk, Youngster Elias Wilhelm erzielte die letzten drei Treffer seines TuS, der dadurch am Ende verdient als Sieger vom Platz ging. Ottenheim: Wußler, Bertsch; Kaufmann 2, Mattes 2, Weide 3, Wilhelm 3, Funk 3, Thielecke, Heimburger 1, Heim, Métier 1, Schneckenburger 2/2, Berchtenbreiter 6.

(kau). Landesliga Süd, Männer: HU Freiburg – TuS Ringsheim 27:18 (14:8). Der Tabellenführer war eine Nummer zu groß für die Gäste. Dabei ging der seit vier Spielen ungeschlagene TuS motiviert und selbstbewusst in die Partie, musste jedoch verletzungsbedingt auf Florian Lindemann verzichten, was sich vor allem in der Abwehr bemerkbar machte.

Bis zum 3:3 war das Spiel ausgeglichen. Bedingt durch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen den TuS konnte sich die HUF einen Vorsprung von drei Toren erspielen. Ringsheim tat sich in der ersten Halbzeit gegen eine zeitweise hart spielende Heimmannschaft schwer, insbesondere im Angriff. Mitte der ersten Halbzeit unterliefen dem TuS einige einfache Fehler, die immer wieder zu Ballverlusten führten und die die Heimmannschaft über den Tempogegenstoß in Torerfolge verwandelte. Über ein 9:4 baute die Handballunion ihre Führung bis zur Halbzeit auf 14:8 Tore aus. Leider verletzte sich Jan Schlötzer während der ersten Halbzeit und konnte die restliche Partie nur noch bedingt eingesetzt werden.

In der zweiten Halbzeit fand der TuS im Angriff besser ins Spiel, sodass er den Abstand nach etwa 40 Minuten auf vier Tore (10:14) verkürzen konnte. In dieser Phase zeichnete sich Torwart Daniel Walter mit einigen Paraden aus. In der Folge fehlte es dem TuS jedoch an Wechselmöglichkeiten, sodass die HU ihren Vorsprung bis zur 50 Minute auf 21:14 erhöhen konnte. Ringsheim gab trotz des Rückstands nicht auf, verlor zuletzt aber dennoch gegen den spielerisch starken Tabellenführer aus Freiburg mit 27:18 Toren.

Am Samstag trifft der TuS Ringsheim auf die HSG Konstanz III. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Kahlenberghalle. TuS Ringsheim: Walter, Blust; Köblin 7/1, Ribsam, Reiner 3, F. Mutschler 1, Jägle 2, Schlötzer, M. Mutschler 1, Lindemann (n.e.), Ohnemus 2, Heim 1, Mix, God.

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