Offenburg Martin Weschle trifft erstmals für den OFV und sichert damit den Sieg

Martin Weschle (in Rot) traf in der 92. Minute zum Sieg für seinen neuen Verein. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Verbandsliga: SC Durbachtal – Offenburger FV 3:4 (2:1). Schon vor der Partie hatte es Benjamin Pfahler irgendwie geahnt. "Durbachtal hat schon 16 Tore geschossen, aber sie bekommen auch viele Gegentreffer", hatte der OFV-Coach vor dem Duell mit dem Aufsteiger gesagt. So gesehen war das Derby am Samstag ein typisches Durbachtal-Spiel, deren Torverhältnis nach nun zehn Spielen mit 19:27 für torreiche Spiele steht.

Spiel nach früher Führung aus der Hand gegeben

Ein solches bekamen die Zuschauer auch am Samstag zu sehen. Die frühe Offenburger Führung durch Maximilian Leist konterten Timo Meyer und Marius Hauser per Strafstoß. "Es war ein klarer Elfmeter", sagte Pfahler am Samstagabend. "Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben", so seine Analyse. Denn auch nach der Pause waren es zunächst die Hausherren, die trafen. Jan Philipowski besorgte das 3:1 nach 50 Minuten und die Chancen der Gäste schwanden. Die äußeren Umstände machten es dem OFV nicht gerade einfacher. "Der Platz war wahnsinnig tief", so Pfahler, Kombinationsfußball war dadurch fast unmöglich.

Keeper Johannes Vögele hält sein Team mit starker Parade im Spiel

Im zweiten Durchgang änderten die Gäste daher ihre Taktik und versuchten es mehr mit langen Bällen, dazu wurde zur Pause Nico Schlieter eingewechselt. Quasi im Gegenzug zum 3:1 des SCD führte ein solcher Ball von Schlieter dann auch zum Erfolg. Kapitän Marco Petereit wurde in die Spitze geschickt und besorgte den Anschlusstreffer. Als dann in der 68. Minute der eingewechselte Marco Junker per Fernschuss zum Ausgleich traf, hatte der OFV zumindest wieder mehr Kontrolle über das Ergebnis.

Bis die Offenburger jedoch den phasenweise wohl nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg feiern durften, dauerte es bis in die Nachspielzeit. Nach Flanke von Junker stand Martin Weschle, der erst Anfang des Monats aus Lahr zum OFV wechselte, goldrichtig und erzielte per Kopf seinen ersten Treffer für den neuen Verein. Zuvor hatte der Gästekeeper Johannes Vögele mit einer starken Parade bei einem SCD-Konter sein Team im Spiel gehalten und bekam dafür von Pfahler ein Extra-Lob spendiert.

Und so wusste der OFV-Coach am Ende, dass der Auswärtssieg auch ein wenig glücklich war. "Wenn man in der Nachspielzeit zum Sieg trifft, ist immer Glück dabei", sagte Pfahler. Letztendlich aber sei der Sieg aufgrund der höheren Anzahl an Chancen "schon verdient" gewesen, sagte er und lobte die Energieleistung seiner Elf. "Wir mussten an unser Limit gehen", sagte Pfahler. In den kommenden Tagen müsse man nun im Training schauen, wie die Spieler diese Belastung weggesteckt haben. Pfahlers Vorteil dürfte sein, dass die Erholung – zumindest subjektiv – nach einem Sieg wohl etwas schneller vonstattengeht. OFV: Vögele – Geiler (46. Junker), Leist, Leopold (46. Schlieter), Beiser-Biegert, Repple, Petereit, Kehl (75. Kopf), Kinast (56. Weschle), Carolina, Distelzweig. Tore: 0:1 Leist (5.), 1:1 Meyer (9.), 2:1 Hauser (37./FE), 3:1 Philipowski (50.), 3:2 Petereit (51.), 3:3 Junker (68.), 3:4 Weschle (90.+2).

  • Bewertung
    0