Offenburg Kosten für Quarantäne und Tierarztbesuche vermeiden

Straßenhunde wecken im Urlaub oft das Mitleid von Touristen. Foto: Fiedler

Ortenau (red/pme) - Streunende Straßenhunde, die auf der Suche nach Futter auch Kontakt mit Touristen aufnehmen, gibt es in vielen Ländern. Viele haben Mitleid mit den Tieren und wollen ihnen helfen, weiß Martin Straube vom Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung in Offenburg – etwa über Tierschutzvereine, die Hunde aus Griechenland, Rumänien oder anderen Ländern nach Deutschland einführen. Doch das ist nicht so einfach, sagt der Amtstierarzt laut Pressemitteilung des Landratsamts. Es müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: "Kommt es aus dem EU-Ausland, muss das Tier mit Mikrochip gekennzeichnet sein. Außerdem braucht es einen Impfausweis und eine gültige Tollwutimpfung." Je nach Herkunftsland können sich die Anforderungen unterscheiden.

Auch deshalb sollten sich Interessenten vor der Einreise beim zuständigen Veterinäramt informieren. Werde das gewünschte Tier über einen Tierschutzverein ins Landgebracht, empfehle sich außerdem, dort entsprechende Fragen zu stellen, so der Fachtierarzt für Zoo- und Wildtiere. Seien die Einreisevoraussetzungen nicht erfülle, könne das weitreichende Folgen haben – bis zur Tötung des Tieres, so Straube; von Kosten ganz zu schweigen. Bei Privatpersonen, die ebenfalls Tiere aus dem Ausland vermittelten, sei noch mehr Aufmerksamkeit geboten. Um teure Folgekosten für Quarantäne und Tierarztbesuche zu vermeiden, sei es ratsam, gezielte Fragen zur Herkunft der Tiere zu stellen.

Ähnlich kritisch sieht Straube den Einsatz als "Flugpate": "Das sind Privatpersonen, die das Tier bei einer Flugreise begleiten und den Eindruck entstehen lassen, dass es sich um den Transport des privaten Tieres handelt", erläutert er. Damit seien rechtlich weniger Voraussetzungen zu beachten als bei einem gewerblichen oder den Transport durch einen Verein. "Auch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz warnt vor diesem Trick."

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