Offenburg Kässinger ist neuer Kommandant

Blickten auf die vergangenen Jahre (von links): Stefan Possler vom Kreisfeuerwehrverband, Thorsten Schläger, Dominik Kässinger, Fred Brandenburger, Alexander Krämer, Bürgermeister Alexander Schröder und Kreisbrandmeister Bernhard Frei Foto: Lehmann Foto: Schwarzwälder Bote

Im Zeichen des Abschieds hat die Hauptversammlung der Gesamtwehr Meißenheim gestanden. Kommandant Fred Brandenburger sowie Stellvertreter Alexander Krämer gaben ihr Amt ab – neu rücken Dominik Kässinger und Thorsten Schläger nach.

Meißenheim. Fred Brandenburger ist im Dezember nach Ettenheim gezogen. Zwar erklärte er sich bereit, sollte sich niemand anderes finden, das Amt noch bis zu den regulären Wahlen in zwei Jahren weiterzuführen, aber wie erwartet ließ sich ein Kamerad finden, der sich die Aufgabe zutraute. Vorgeschlagen und als Gesamtwehrkommandant gewählt wurde Dominik Kässinger, der bis Januar Abteilungskommandant in Meißenheim war. Stellvertreter wurde Thorsten Schläger, der auch in der Abteilung Kürzell das Amt des stellvertretenden Kommandanten innehat.

Während Krämer der Feuerwehr Meißenheim auch als Ausbilder erhalten bleibt, verabschiedet sich Brandenburger von seinen Kameraden aus Meißenheim und Kürzell. Beide wurden von Bürgermeister Alexander Schröder gewürdigt. Krämer wurde Ehrenmitglied der Feuerwehr, Brandenburger wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.

Brandenburger war seit 2006 bis 2011 stellvertretender Abteilungskommandant in Kürzell, 2011 wurde er zum Abteilungskommandanten und Gesamtwehrkommandanten gewählt. Das Amt des Abteilungskommandanten gab er 2016 an Jürgen Kopf ab.

Wehr stellt Ausbildung an erste Stelle

Dass auf die Nachfolger einiges an Arbeit zukommen wird, zeigte sich auch an den Tätigkeitsberichten der vergangenen drei Jahre. Der Feuerwehrbedarfsplan wurde erneuert und auf den Weg gebracht, dieser bringt auch einige Aufgaben mit sich: der Bau des Feuerwehrhauses in Meißenheim, die Sanierungsarbeiten in Kürzell sowie die Anschaffung neuer Löschfahrzeuge für beide Abteilungen. Steigende Einsatzzahlen sind zu verzeichnen, während in der vergangenen Periode durchschnittlich 23 Einsätze jährlich zu bewältigen waren, waren es in den vergangenen Jahren 30 Einsätze.

Hinsichtlich der Personalstärke habe man neue Wege eingeschlagen. Firmen wurden angesprochen, die Mitarbeiter für die Wehr zu begeistern. Erfolg hatte man bei den Firmen Jägle, Mewa und Kleis. Die Ausbildung der Kameraden wurde besonders hervorgehoben. "Die Ausbildung steht an erster Stelle", betonte Brandenburger.

Klaus Huser berichtete von den Alterskameraden, die sich zu einigen Terminen getroffen hatten. Aus dem musischen Bereich berichtete Fanfarenzugobmann Bernd Huser. Die Vereinigung mit dem Spielmannszug Ichenheim im Jahr 2015 habe sich bewährt, immer wieder gehen die Musiker auf Lehrgänge.Gut laufe es auch beim Führungstrupp mit Neuried. Michael Heimburger berichtete von 45 Alarmierungen, hierbei seien die meisten in Meißenheim zu verzeichnen, was jedoch an der Brandmeldeanlage im Riedhof lag.

Jugendwart Max Ostermann gab einen Überblick über die Tätigkeiten der 26 Jugendlichen. Neben Proben treffen sich die Jugendlichen auch zu weiteren Aktionen wie dem Christbaumsammeln oder auch der Mithilfe bei Feuerwehrfesten. Auch die Geselligkeit kommt bei Ausflügen nicht zu kurz.

In seinen Schlussworten appellierte Fred Brandenburger an seine Kameraden, auch weiterhin gut zusammen zu arbeiten. "Der Weg wird holprig genug – findet Kompromisse im Team", betonte Brandenburger.

Eine besondere Überraschung hatten die Feuerwehrkameraden noch für Brandenburger parat. Er wurde für eine nicht alltägliche Ehrung für besonders engagierte Feuerwehrangehörige vorgeschlagen und durfte diese Ehrung sichtlich gerührt in Empfang nehmen: Die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbands in Silber. Überreicht wurde die Medaille von Stefan Possler vom Kreisfeuerwehrverband.

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