Lahr Jetzt kann Orso auf die Landesgartenschau kommen

Lahr - Zwischenzeitlich stand das Konzert auf der Kippe, inzwischen steht fest: Das Rock-Sinfonieorchester Orso tritt am Samstag, 1. September, ab 20 Uhr auf der Landesgartenschau auf. Eine Extra-Bühne macht es möglich.

Helfer der Landesgartenschau haben am Montag mit den Aufbauarbeiten für das Orso-Konzert begonnen, das bereits vor einem Jahr als einer der Höhepunkte des großen Blumenevents angekündigt worden war. Das war noch vor einiger Zeit nicht selbstverständlich. Das Problem: "Nachdem wenige Tage vor Eröffnung der Landegartenschau im April der Transporter mit der ursprünglich von uns gemieteten Zeltüberdachung einen Unfall hatte, mussten wir auf eine andere, ähnliche Überdachung ausweichen", drückt es LGS-Geschäftsführerin Ulrike Karl aus. Bei allen anderen Konzerten sei dies kein Problem gewesen, wohl aber für diese Veranstaltung. Konkret: Für die 200 Orso-Musiker wäre zu wenig Platz gewesen.

Nach Informationen unserer Zeitung hat es eine monatelange Diskussion darüber gegeben, wie man das Orso-Gastspiel doch noch ermöglichen kann, wobei die Kosten eine große Rolle spielten – von bis zu 140 000 Euro wurde gemunkelt. Hinter den Kulissen wurde nach einer günstigeren Lösung gesucht. Jetzt zeigt sich Ulrike Karl glücklich darüber, "dass wir trotzdem eine Möglichkeit gefunden haben, unseren Gästen den Auftritt von Orso zu ermöglichen". Die Lösung: Für Orso wird eine Extra-Bühne aufgebaut.

Seit Montag läuft jetzt der Aufbau der Extra-Bühne auf der Rasenfläche im Anschluss zum Haus am See. Dafür wird zusätzlich Strom gelegt, Unterkonstruktionen werden gebaut, Rasenflächen vorbereitet. Dementsprechend wird die Bestuhlung der E-Werk-Bühne zu diesem Anlass umgedreht, zwischen Extra-Bühne und dem Zelt der E-Werk-Bühne finden weitere rund 1000 unüberdachte Sitze Platz, sodass insgesamt rund 2000 Sitzplätze zur Verfügung stehen, so die LGS. "Sollte das Wetter passen, gehen wir auch mit diesen zusätzlichen Stühlen davon aus, dass weit mehr Menschen an diesem Abend dabei sein wollen, als wir Sitzplätze bieten können", ergänzt Karl.

Die Bühne ist in der Mitte 14,5 Meter groß, dazu kommen an beiden Seiten je eine Seitenbühne mit rund vier Metern. In der Tiefe hat die Bühne fast 18 Meter. In der Mitte der Bühne gibt es noch jeweils drei Stufen für Percussion und für Bläser sechs Stufen für den Chor. Die Extra-Bestuhlung soll am Freitag eingerichtet werden.

Über die Kosten für die Extra-Bühne hüllt sich die LGS in Schweigen. "Aus Wettbewerbs- und Schadensersatzgründen" könne man zu Finanzierung und Kosten "im Moment keine Aussagen machen", so die LGS auf Anfrage unserer Zeitung. Sie ergänzte jedoch, dass es diesmal ein zusätzliches Angebot an Gastronomie mit weiteren Getränke- und Essenständen sowie eine Extra-Pfandrückgabe geben wird. Hintergrund ist das Gregor-Meyle-Konzert, bei dem es bei der Gastronomie Probleme gegeben hatte.

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