Offenburg Hobart plant deutliche Vergrößerung des Stammsitzes

Von Patrick Merck

Offenburg. An die 20 Millionen Euro wird der Spulmaschinenspezialist Hobart in seinen größten Standort im Süden Offenburgs investieren und ihn ausbauen. Das erläuterte Geschäftsführer Axel Beck anlässlich eines Besuchs von Landes-Umweltminister Franz Untersteller und dem Landtagsabgeordneten Thomas Marwein (beide Grüne). Die Vorbereitungen seien bereits getroffen worden, mit dem Beginn der Bauarbeiten rechnet Beck 2019.

Zum einen ist ein Anbau mit einer Fläche von 1000 Quadratmeter geplant, zum anderen soll eine Produktionshalle entstehen. Damit wachse die Fertigung um 12 000 Quadratmeter. Beck: "Das ist ein Bekenntnis zu Offenburg." Hobart erzielte 2017 einen Umsatz von 286,5 Millionen Euro.

Das waren allerdings nicht die einzigen guten Zahlen, die Beck zusammen mit Manfred Kohler, in der Geschäftsführung zuständig für Produktion und Vertrieb, und Harald Disch für den Bereich Forschung und Entwicklung präsentierte. Da die beiden Politiker vor allem für Umweltthemen stehen, ging es in erster Linie darum, die Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit in der Spültechnik von heute und morgen zu beleuchten. Denn da, so Disch, habe Hobart einiges vor.

Als Vision gehe es um das "Spülen ohne Wasser", sagte Disch. Da angelangt sei man zwar noch nicht, aber auf dem Weg. Das belege die Entwicklung etwa des Wasserverbrauchs: Während eine Industriespülmaschine, die bis zu 4000 Teller in der Stunde reinigt, 1980 noch etwa 1800 Kubikmeter Wasser pro Jahr verbraucht habe, waren es 2007 etwa 500 Kubikmeter und heute seien es 400. Für diese Innovation, erinnerte sich Untersteller, habe er Hobart 2011 mit dem Umwelttechnikpreis ausgezeichnet.

Disch verwies darauf, dass die Reduzierung des Wasserverbrauchs mit einer Reduktion von Energieverbrauch und Chemikalieneinsatz einher gehe. "Die meiste Energie wird schließlich benötigt, um das Wasser zu erhitzen." So schaffe die neueste Generation der Untertischspülmaschine einen Spülgang mit nur einem Liter Wasser. Dank modernester und innovativer Wärmetauschsysteme gelänge es zudem, die Wärmeenergie beim Spülvorgang – die bisher zu annähernd 60 Prozent über das Abwasser und die Abluft verloren gegangen sei – aufzufangen und wieder zu verwerten.

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