Offenburg Handel fordert Verkehrskonzept

Noch wird am Rée-Carré gebaut, mit der Eröffnung des Einkaufszentrums im Herbst könnte sich die Parkplatznot in Offenburg jedoch verschlimmern. Archivfoto: Achnitz Foto: Lahrer Zeitung

Offenburg (red/ma). Die Offenburger Werbegemeinschaft City-Partner wirft der Stadtverwaltung in Sachen Parkplatzplanung – gerade in Verbindung mit dem Bau des neuen Einkaufszentrums im Rée-Carré – Versäumnisse vor: Zusätzlicher Parkraum und Durchlässigkeit des Verkehrs in und um die Innenstadt hätten intensiv weiterentwickelt werden müssen, um Staus, Emissionen und damit allgemeine Unzufriedenheit für Besucher und Anwohner zu vermeiden. "Aus unserer Sicht ist dies bis heute nicht ansatzweise ausreichend geschehen: Wir fordern ein öffentlich bekanntes und von externen Spezialisten erstelltes Verkehrskonzept für Offenburg.", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Rund 30 Prozent der Einkäufer sind Franzosen

Als der Gemeinderat vor Jahren den Bau des Rée-Carrés mit einer Erweiterung der innerstädtischen Einzelhandelsflächen beschloss, geschah das unter anderem in der Absicht, die Attraktivität der Innenstadt zu verbessern und die Magnetwirkung für Besucher Offenburgs zu steigern.

Dass damit auch ein erhöhtes Aufkommen des Individualverkehrs, sprich mehr Pkws, einhergehen würde, sei eine zwangsläufige und offensichtlich gedanklich eingepreiste Folgeerscheinung, erklären die City-Partner. "Offenburg sollte und musste sich mit dem Bau des Centers auf mehr und nicht weniger Individualverkehr einstellen."

Mit großen Hoffnungen erwarten alle Innenstadtakteure nun die Öffnung der Grenze nach Frankreich. "Unsere französischen Kunden tragen an starken Umsatztagen 30 Prozent und mehr zum Gesamtumsatz der Innenstadt bei. Diese Zielgruppe kommt zum größten Teil mit dem Auto und erwartet wenig Stau und ausreichend Parkraum in unserer Innenstadt"

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