Offenburg Gelingt Lahr der sechste Sieg in Serie?

Zuletzt hatten die Spieler des SC Lahr öfters Grund zum Jubeln. Jetzt soll auch im letzten Spiel des Jahres ein Sieg her. Foto: Fleig Foto: Schwarzwälder Bote

Mit einem Heimspiel gegen Pfullendorf beendet der Sportclub das Fußballjahr 2019. Lahrs sport­licher Leiter Petro Müller bezeichnet den Tabellensiebten als "gutklassigen und auf Augenhöhe agierenden Gegner".

(tom). SC Lahr – SC Pfullendorf (Samstag, 14.30 Uhr). Zuletzt fünf Serie in Siege veranschaulichen den Lauf, in dem sich die Blau-Schwarzen (Platz vier, 28 Punkte) derzeit bewegen. Doch das soll nicht zum Leichtsinn verleiten. "Mannschaft und Verantwortlichen ist bewusst, dass, wenn wir dieses Spiel nun urplötzlich als zu lapidar erachten würden, die gesamte Arbeit und der Aufwand in den vergangenen Wochen ein Stück weit geschmälert würden", verdeutlicht Müller.

Das aktuelle Momentum ist hart erarbeitet, die Mannschaft hat sich mittels konzentrierter Arbeit, taktischen Optimierungen und auch infolge Steigerungen, die immer wieder auftretende Verletzungsprobleme auffangen konnten, selbst aus dem zwischenzeitlichen Tief herausgezogen. "Wir waren in dieser schwierigen Lage, das werden wir auch nicht vergessen. Der Wunsch wäre, mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen, dann hätten wir ein wahnsinnig tolles Jahr erlebt", formuliert es der sportliche Leiter optimistisch, aber auch mit viel Vorsicht in der Stimme.

Doch die Gästestärke ist bekannt, Lahr war im Hinspiel nicht deutlich schlechter, "wir haben aber dennoch verdient mit 0:3 verloren", ruft Müller in Erinnerung. Ziel müsse sein, den aktuellen Lauf noch etwas weiter auszudehnen, denn niemand kann mit Sicherheit sagen, ob es Lahr gelingen wird, nach der Winterpause nahtlos an das zuletzt Gezeigte anzuknüpfen. Pfullendorf wartet zwar seit vier Begegnungen auf einen Sieg, was an der generellen Klasse des Kontrahenten jedoch nichts ändert. Pfullendorf betreibt hohen läuferischen Aufwand, fackelt im Abschluss in der Regel nicht lange.

Zur adventlichen Samstagnachmittags-Zerstreuung reist man nicht in die Ortenau, so viel darf als sicher gelten. "Der Fokus muss darauf liegen, so präsent aufzutreten wie zuletzt auch in Kehl. Die Spieler sind heiß darauf, sich nochmal mit einem richtig starken Gegner zu messen. Im Idealfall wäre ein Sieg die Möglichkeit, Abstand zum oberen Mittelfeld zu schaffen", weiß Müller.

Personell wird sich gegenüber Kehl nicht allzu viel ändern bei den Hausherren. Simon Witt kehrt ins Aufgebot zurück, Lucca Grösser und Dennis Häußermann werden weiterhin fehlen.

Offenburger FV geht als Tabellenführer in die Winterpause

(jn). Offenburger FV –­ FC Radolfzell (Samstag, 14.30 Uhr). Nach dem zehnten Pflichtspielsieg in Folge in Bühlertal empfängt der OFV im letzten Punktspiel vor der Winterpause den FC Radolfzell, der zuletzt im Heimspiel gegen den FC Waldkirch überraschend mit 3:5 unterlag.

"Der Kunstrasenplatz des SV Bühlertal war schon eine echte Herausforderung. Dass sich meine Mannschaft auf dem kleinen Spielfeld gegen den tiefstehenden Gegner so gut behaupten konnte, war sehr positiv", lautet das Fazit von OFV-Trainer Florian Kneuker nach dem souveränen 4:1-Auswärtssieg.

Dass der OFV unabhängig vom Spielausgang gegen Radolfzell als Tabellenführer in die Winterpause geht, muss nach dem mühsamen Saisonstart und der großen Verletztenliste als großer Erfolg gesehen werden. Dennoch darf das Team den kommenden Gegner nicht unterschätzen, denn mit dem Tabellenzehnten Radolfzell trifft der OFV auf eine Mannschaft, die an einem guten Tag jedem Team der Liga Paroli bieten kann. Insofern muss sich der OFV auf einen Gegner einstellen, der nichts zu verschenken hat, sondern nach der Niederlage gegen Waldkirch versuchen wird, sich mit einem Erfolgserlebnis wieder einen einstelligen Tabellenplatz zu sichern.

Wie eng die beiden Mannschaften beieinander liegen, zeigt die Bilanz am Ende der vergangenen Saison – OFV Tabellenplatz drei, FC Radolfzell Platz fünf. Auch darf nicht übersehen werde, dass der OFV in der laufenden Saison das Hinspiel in Radolfzell 2:0 verlor. So oder so geht der OFV aber als klarer Favorit in das Spiel.