Offenburg DJK-Herren klettern auf Rang drei

Jana Kirner erkämpfte sich gegen die starke Weinheimerin Lisa Lung zumindest einen Satz. Archivfoto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Am Ende war der Tabellenführer einfach zu stark: Mit einer 1:7-Niederlage im Gepäck mussten die Zweitliga-Damen der DJK Offenburg die Heimreise antreten. Die Herren dagegen feierten in der Oberliga zwei deutliche Heimsiege.

2. Bundesliga Damen: TTC 1946 Weinheim – DJK Offenburg 7:1. Die DJK musste gegen den Tabellenführer erneut auf ihre Nummer zwei Edina Toth verzichten, die aufgrund der Corona-bedingten Wiedereinreiseregelungen Ungarns und ihrer beruflichen Verpflichtungen in der Heimat nicht nach Deutschland einreisen konnte. Dafür war die belgische DJK-Spitzenspielerin Nathalie Marchetti mit von der Partie und fand sich am Sonntag in guter Gesellschaft wieder.

Jele Stortz hält gegen Favoritin gut mit

Mit Lisa Lung und Margo Degraef bietet Weinheim zwei belgische Nationalspielerinnen auf, die zu dieser Saison verpflichtet wurden. Selbst mit Marchetti ging die DJK als Außenseiter in die Partie gegen den Vorjahresmeister. Die Gäste aus der Ortenau verkauften sich trotzdem gut in Weinheim und wehrten sich nach Kräften. Gegen die belgische Nummer eins Lisa Lung erkämpften sowohl Nathalie Marchetti wie auch Jana Kirner einen Satz. Auch die 14-jährige Jele Stortz war im hinteren Paarkreuz gegen Jennie Wolf, gut im Spiel und zwang die Favoritin beim Stand von 1:1 in Sätzen im dritten Satz in die Verlängerung. Es waren die wohl entscheidenden Momente in diesem Einzel, in denen Wolf ihre Klasse ausspielte.

Nicht minder stark einzuschätzen ist der Sieg von Theresa Lehmann gegen Margo Degraef, der gleichzeitig auch den Ehrenpunkt für die Gäste aus der Ortenau darstellte. Schaut man auf die TTR-Kennzahl war Lehmann mit etwa 120 Punkten weniger als klare Außenseiterin in dieses Einzel gegangen, bezwang Degraef aber mit 3:1 relativ deutlich. Mit diesem Sieg verteidigt Lehmann ihre ausgeglichene Bilanz im hinteren Paarkreuz. Alles in allem war diese Niederlage erwartbar und sollte im Lager der DJK als Erfahrung genutzt werden.

Wie der weitere Verlauf der Saison sein wird, bleibt in der aktuell nicht vorhersehbaren Risikolage, die die Pandemie mit sich bringt, abzuwarten. Oberliga Herren: DJK Offenburg – VfL Kirchheim 10:2; DJK Offenburg – SV Salamander Kornwestheim 8:4. Die DJK Offenburg hat in der Oberliga mit zwei Siegen und vier Punkten einen kräftigen Satz nach oben gemacht. Überraschenderweise hatten die Hausherren in der Sonntagspartie mehr Probleme, obwohl man mit dem Sieg von DJK-Spitzenspieler Yannick Schwarz im Aufeinandertreffen mit der gegnerischen Nummer eins David Marek deren gefährlichste Waffe entschärfen konnte. Es war eine außerordentlich starke Leistung, die Schwarz in diesem Einzel abrufen konnte, da Marek nach seinem knappen Sieg im ersten Spiel über Nicola Mohler heißgelaufen war und sich an die Gegebenheiten in der Sporthalle am Sägeteich gewöhnt hatte.

Dementsprechend druckvoll agierte Marek immer wieder, scheitere am Ende aber an der vielleicht größten Stärke von Schwarz, nämlich aus der Passivität einen Ballwechsel übernehmen und für sich entscheiden zu können. Außerordentlich wichtig für die DJK waren an diesem Tag auch wieder Samuel Schürlein und Axel Lehmann. Beide hielten sich schadlos und schraubten ihre Bilanzen auf 6:2 beziehungsweise 7:1.

Nicht erwartbar war der deutliche 10:2-Sieg am Samstag gegen Kirchheim. In personell unveränderter Aufstellung zur Vorsaison, wo die Gäste mit dem fünften Rang in der Oberliga eine gute Rolle spielten, konnten der VfL nur mit seinem starken hinteren Paarkreuz zwei Punkte in den Einzeln gegen DJK-Mannschaftsführer Tim Karcher sichern. Ansonsten blieben die Württemberger blass und hatten zusätzlich nicht das nötige Quäntchen Glück nicht auf ihrer Seite.

Die DJK schiebt sich durch diese beiden Siege auf den dritten Tabellenplatz. Laut Spielplan ist die nächste Partie für kommenden Samstag auswärts gegen Tabellennachbar TB Untertürkheim angesetzt. Ob die Begegnung unter der Berücksichtigung der aktuellen Coronalage wirklich stattfinden kann, wird sich im Laufe der Woche entscheiden.

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