Offenburg DJK-Herren drehen 2:5-Rückstand

Jonathan Nunez Ramirez spielte groß auf. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

(tk). Herren Badenliga: ESV Weil - DJK Offenburg 6:9. Nahe der Schweizer Grenze ging es für Offenburg um die Chance auf den direkten Klassenerhalt. Mit einem hart umkämpften 9:6-Auswärtssieg ist dies den Ortenauern geglückt. Der ESV belegte vor der Partie den begehrten siebten Platz, die DJK als heißester Verfolger belegte den Relegationsplatz mit sechs Punkten und zwölf Spielen. Mit dem Erfolg rückt Offenburg bis auf zwei Punkte an Weil heran und kann in den verbleibenden Spielen mit Siegen gegen Hohberg II und Auggen an Weil vorbeiziehen.

Das Spiel an sich glich einer Berg- und Talfahrt. Auf Offenburger Seite sagte bereits Ende der Woche die Nummer drei Jörg Danzeisen krankheitsbedingt ab. Für ihn kam Stefan Schreider ins Team, der wenige Stunden zuvor noch in der zweiten Mannschaft in der Landesliga aktiv war. Der 23-Jährige lieferte bereits im Eingangsdoppel an der Seite von DJK-Youngster Samuel Schürlein eine starke Leistung ab, unterlag dort aber noch knapp im Entscheidungssatz gegen das favorisierte Weiler Spitzendoppel Joset/Altermatt. In den Einzeln jedoch sicherte er für sein Team beide Punkte, wobei insbesondere der klare Sieg über Ayadi nicht zu erwarten war. Dieser Sieg war die Wende in der Partie, die für die DJK nach einem 2:5-Rückstand bereits so gut wie verloren schien. Einen guten Start erwischte aufseiten der DJK lediglich die erneut sehr souveräne Nummer eins Maksym Bachurin. Weder im Einzel noch im Doppel gab der 24-jährige Neuzugang aus der Ukraine einen Satz ab und wurde so zum Matchwinner. Auch Nummer zwei, Jonathan Nunez Ramirez, hatte Anteil daran, dass die Wende gelingen konnte. Im wohl spektakulärsten Spiel des Abends bezwang er Marc Altermatt in drei Sätzen und sorgte für den 6:5-Zwischenstand für die Gäste. Den Ausschlag zum Sieg gaben die darauffolgenden Spiele im mittleren Paarkreuz. Mit wahren Energieleistungen rangen der erst 14-jährige Samuel Schürlein und Pascal Käshammer Thien-Si Tu und Jürgen Eise nieder. Schürlein zeigte in seinem jungen Alter beeindruckende Nervenstärke und entschied den Entscheidungssatz gegen den routinierten Tu für sich. Käshammer erwies sich bei seinem Sieg über Jürgen Eise einmal mehr als Taktikfuchs und ließ sich nicht anmerken, dass er das letzte Jahr mit einer langwierigen Rückenverletzung und zuletzt mit einer Lungenentzündung zu kämpfen hatte und erst kürzlich wieder in ein leichtes Trainingsprogramm einsteigen konnte. Mit 8:5 ging es somit in die letzten Einzel, wo Schreider den neunten Punkt für die DJK sicherte. Weiter geht es für die DJK bis Ende März im Zweiwochenrhythmus mit dem Heimspiel gegen Niklashausen.

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