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Offenburg Decathlon zieht ins Rée Carré

 Foto: Visualisierung: OFB

Das Geheimnis um die künftigen Mieter des Offenburger Einkaufsquartiers Rée Carré ist zum Teil gelüftet: Jürgen Hege vom Projektentwickler OFB nannte dem Gemeinderat erste Namen – darunter der französische Sportartikelhersteller Decathlon.

 

Offenburg (red/vk). Seit Sommer diesen Jahres sind die Bauarbeiten für das Rée Carré im vollen Gang. Die Eröffnung ist Ende 2019 geplant, wie Hege, Leiter der OFB-Projektentwicklung, den Stadträten mitteilte. Das Quartier werde seinen Besuchern eine abwechslungsreiche Auswahl an Geschäften und Restaurants bieten. "In ansprechender Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität, kurzen Wegen und direkter Anbindung an die Haupteinkaufsstraße" soll die bestehende Handelslandschaft Offenburgs "optimal ergänzt" werden, sagen die Projektentwickler.

Die Planung sehe auch die Einhaltung der Verkaufsflächen gegenüber der im städtebaulichen Vertrag genannten Obergrenze von 12 000 Quadratmetern vor. Doch welche Geschäfte ziehen denn nun ein, um die versprochene Vielfalt zu bieten? Darüber war lange gerätselt worden. Nun stehen die ersten Ankermieter für die zu vergebenden Gewerbeflächen fest, wie Hege verriet. Gemeint sind die Hauptnutzer, die auch die größte Kundenzahl ins Einkaufsquartier locken sollen. "Die Namen versprechen hohe Qualität und eine große Auswahl an Produkten", kündigen die OFB-Verantwortlichen an.

So werde auf ungefähr 2000 Quadratmetern eine Decathlon-Filiale eröffnen. Der französische Hersteller und Händler von Sportartikeln, mit mehr als 1000 Filialen in 29 Ländern einer der größten der Welt, biete Ausrüstung und Bekleidung für mehr als 70 Sportarten an – sowohl Eigenmarken als auch die anderer bekannter Hersteller.

Auf 850 Quadratmetern entsteht ein Supermarkt der Bio-Marke Alnatura

Auch die Drogeriemarktkette "dm" wird laut Hege etwas mehr als 1100 Quadratmeter im Rée-Carré belegen. Mit mehr als 3300 Filialen sei "dm" der größte Drogeriekonzern in Europa und dürfe "in keinem Einkaufsquartier mit Anspruch auf eine umfangreiche Versorgung fehlen", betonen die Projektentwickler.

850 Quadratmeter werde das deutsche Unternehmen Alnatura für einen Supermarkt anmieten, berichtete Hege weiter. Nach ökologischen Gesichtspunkten produzierte Lebensmittel und Textilien sind das Kerngeschäft des Bio-Anbieters.

Auch ein regionales Unternehmen hat laut Hege bereits einen Vertrag unterschrieben: der Gengenbacher Backwaren- und Gastronomiebetrieb Dreher. "Die Stadtbäckerei steht für eine Mischung aus Tradition und Innovation und wird auf rund 440 Quadratmetern ein umfangreiches Angebot an Brot, Brötchen, Feinbackwaren, Pralinen, Snacks, Salaten, warmen Speisen sowie Fleisch- und Wurstwaren aus der Region anbieten", versprechen die Verantwortlichen. "Wir stehen mit weiteren namhaften Mietern in finalen Vertragsverhandlungen und setzen mit der Veröffentlichung der ersten Mieter ein klares Signal, dass echte Magneten für das Quartier gewonnen werden konnten", so Hege.

INFO

So geht`s weiter

Insgesamt sollen im Rée Carré rund 30 Geschäftseinheiten entstehen, wie der Projektentwickler OFB mitteilt. Auf mehr als 1000 Quadratmetern werde zudem Gastronomie angeboten. Insgesamt sei bereits mehr als ein Drittel der Fläche vergeben, so Hege. Mit Interessenten für weitere 30 Prozent stehe man in finalen Verhandlungen. Auch 22 Mietwohnungen sollen in dem Quartiert entstehen. Gebaut werden fünf Gebäudekomplexe, darunter eine Stadthalle mit einem attraktiven Platz. Noch im Oktober soll die alte Stadtbücherei abgerissen werden und im Dezember ein Teil der Stadthalle. Die Tiefgarage soll noch fürs Weihnachtsgeschäft zur Verfügung stehen und erst danach geschlossen werden.

 

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