Offenburg Bühne frei für Theater, Tanz und mehr

86 Veranstaltungen enthält das druckfrische Programm für Herbst und Winter 2019/2020 des Offenburger Kulturbüros. Kulturchef Edgar Common hat es bei einem Pressetermin vorgestellt.

Offenburg. Common war dabei zum ersten Mal nicht allein, sondern hatte seinen Mitarbeiter Maximilian Schleyer an der Seite, mit dem er in den nächsten Jahren im Zweiergespann arbeiten wird. Es ist Commons 27. Spielzeit, fünf Jahre bleiben dem 61-Jährigen bis zur Pensionierung. Klug, wer sich da zeitig jemanden aus der jungen Generation und mit frischem Blick auf das Kulturgeschehen an Bord holt.

Welche Höhepunkte erwartet das kulturell interessierte Publikum in nächster Zeit in Offenburg? Natürlich Musicalproduktionen, wie George Gershwins Klassiker "Ein Amerikaner in Paris" (26. Januar), ebenso das Musical "Chaplin" (30. Oktober) über das Lebenswerk des berühmten Komikers. Außerdem gibt es die Komödie "Schtonk" (25. Oktober) sowie musikalisches Theater mit Gilla Cremer, die mit "So oder so – Hildegard Knef" ebenjener eine Liebeserklärung macht.

Ebenfalls in der Oberrheinhalle: zwei Tanzproduktionen. Es ist ein Verdienst von Common, in einer Stadt wie Offenburg den zeitgenössischen Tanz einem breiten Publikum derart schmackhaft zu machen. So liefert die Aakash Odreda Company mit dem Stück "#JeSuis" (27. Oktober) bewegende Bilder zum Thema Unterdrückung und zeigt, wie sich eine künstlerische Disziplin wie Tanz mit dem Weltgeschehen auseinandersetzt. Die Kooperation mit der Dance Company Nanine Linning wird weitergeführt, mit dem Stück "Endless Song of Silence" (23. November) sowie mit dem "Zukunftslabor Offenburg", einer großzügig von der Baden-Württemberg-Stiftung geförderten Kooperation, die in eine Mischform aus Projektion, Multimedia-Show, Performance und Ausstellung mündet und im November im Georg-Friedrich-Areal zu sehen sein wird.

Schwerpunkt auf zeitgenössischem Tanz

Überhaupt sind die "Mischformen" präsent und erinnern daran, dass sich das Kulturschaffen stetig entwickelt. Es wird ja auch immer schwieriger, Musikveranstaltungen stilistisch einzuordnen: So spielen die vier Damen vom Wiener Quartett Madame Baheux (26. Oktober, Salmen) eine verrückt-virtuose Melange aus Jazz, Rock und Klassik vermengt mit den Klängen ihrer Heimatländer Bosnien, Bulgarien, Serbien und Österreich. Mehr Weltmusik mit Crossover-Tendenz steht mit dem ebenfalls aus Wien stammenden Trio Cobario (6. November, Salmen), der irischen Band Goitse (2. November, Salmen) und der Flamenco-Künstlerin Carina La Debla mit Ensemble (13. Oktober, Salmen) auf dem Programm.

Im Klassikfach wird unter anderem die Oberrhein-Konzertreihe mit dem Azahar Ensemble (19. Oktober) sowie dem Carles & Sofia Klavierduo (30. November) fortgesetzt. Auf ihre Kosten kommen auch Jazzfans mit der Jazzpassage in Kooperation mit dem Straßburger Festival Jazzdor und Stars wie den Pianisten Michael Wollny (17. November) und Joachim Kühn (14. November, beide Reithalle).

Der 27-jährige Maximilian Schleyer, seit neuestem gemeinsam mit Edgar Common für das Kulturprogramm zuständig, ist Offenburger und war dort früh im Jugendkulturverein aktiv. Er hat in Leipzig Kulturwissenschaft studiert und Festivals auf die Beine gestellt. Jetzt ist er zurück und unterstützt Common bei der Programmplanung.

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