Offenburg An Lahr und dem Kinzigtal vorbei

Wo auch immer diese Busreisenden einsteigen: Sie werden nicht in Lahr, Achern oder Haslach aussteigen können. Foto: Flixbus

Ortenau - Im größten Landkreis Baden-Württembergs lassen sich die Fernbushaltestellen des größten Anbieters an einer Hand abzählen: Offenburg, Kehl und Rust. Und es werden auch erstmal keine weiteren dazukommen.

 

Sie sind oft billiger als Bahnreisen und längst eine Alternative, um von A nach B zu gelangen: Busreisen verzeichnen deutliche Zuwächse bei den Passagierzahlen. Und das Münchener Unternehmen baut sein Netz immer weiter aus: auch in eher ländlichen Regionen. Schließlich sei es "ein besonderes Anliegen vor allem auch Klein- und Mittelstädte an den internationalen Fernverkehr anzuschließen", teilt David Krebs, Flixbus-Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung mit.

So ist zum Beispiel der südliche Schwarzwald längst keine weiße Fläche mehr: Neben den touristisch interessanten Zielen wie Titisee und Feldberg haben es auch das 4900-Einwohnerstädtchen Todtnau, Hüfingen sowie Hinterzarten ins Flixbus-Streckennetz geschafft. Dort halten die grünen Reisebusse. Das lässt sich allerdings weder für Achern, Lahr oder jede Stadt im Kinzigtal sagen. "Im Ortenaukreis sind derzeit konkret noch keine weiteren Flixbus-Halte geplant", heißt es dazu auf Anfrage aus München. Auch, wenn viele bestehende Verbindungen aufgestockt und neue touristische Ziele ans Streckennetz angebunden würden.

Das aktuelle Nein bedeute aber kein generelles Nein, verdeutlicht Krebs: "Ein Anschluss von weiteren Haltestellen in Ihrer Region zu einem späteren Zeitpunkt ist daher keinesfalls ausgeschlossen." Schließlich wolle der Bahnkonkurrent "allen die Chance bieten mobil zu werden und möglichst viele europäische Länder zu bereisen".

Haltestellen sind nicht einfach so einzurichten

Wie es zu neuen Haltestellen im Streckennetz komme, sei sehr unterschiedlich, informieren die Münchener. Zum einen gibt es die eigenen Streckenplaner, die neue Ziele suchen. Zum anderen würden sich auch Kommunen konkret melden, um eine Haltestelle zu erhalten. "Und dann muss immer noch eine weitere In-stanz genehmigen, dass wir eine Strecke ändern oder erweitern." Das sei ein sehr komplexes Verfahren, an dem mehrere Parteien beteiligt seien. Umso mehr sei Flixbus daran interessiert, Anregungen zu erhalten: "Da sind wir sehr offen für."

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