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Offenburg Alles rund um Frau und Beruf

Stellten das Programm vor (von links): Claudia Zurmühl, Christine Rösch, Pascale Simon-Studer, Bianca Böhnlein, Regina Geppert, Karin Weißer und Sabine Burg de Sousa Ferreira. Foto: Hüve

Das Ortenauer Netzwerk "Frau und Beruf" informiert am 19. und 20. Oktober in Offenburg kostenlos über Digitalisierung und berufliche Möglichkeiten für Frauen mit Migrationshintergrund. Nun wurde das Programm präsentiert.

 

Offenburg. Regina Geppert, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Offenburg und selbst Mitglied der Gruppe, stellte zunächst das Netzwerk und die beteiligten Institutionen vor. Seit dem Zusammenschluss 2005 seien stetig neue Partnerinnen und Einrichtungen zu "Frau und Beruf" dazugekommen.

Workshops finden am ersten Tag statt

So auch Pascale Simon-Studer, Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt Ortenaukreis, und Christine Rösch von der Kontaktstelle Frau und Beruf Freiburg – Südlicher Oberrhein. Sie berichteten über das Programm des ersten Veranstaltungstags. Unter der Leitfrage "Wie verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt von Frauen?" sollen sich Interessenten in Workshops dem Thema praktisch nähern können. Nach einem gemeinsamen Einstieg starten um 18.40 Uhr die parallel laufenden Workshops zu vier unterschiedlichen Berufsbereichen. Am Ende des Tags sollen Ergebnisse für alle Teilnehmerinnen zusammengefasst werden. Dann, so das Ziel, können Frauen Antworten auf verschiedene Fragen finden: "Wie arbeiten wir morgen?" und "Wie kann ich mich für die digitale Arbeitswelt gut aufstellen?". "Ziel ist, den positiven Nutzen der Digitalisierung für Frauen und ihre persönliche Weiterbildung zu verdeutlichen", erklärte Rösch.

Simon-Studer hält es für wichtig, Frauen auch auf Herausforderungen vorzubereiten. "Statt Prozessen werden künftig Ergebnisse wichtiger sein. Die Emanzipation der Arbeit bedeutet auch ein Verlust an Schutz und Sicherheit", warnte die Gleichstellungsbeauftragte. Dies führe zu einem neuen Miteinander. Besonders für Frauen böten sich neue Chancen aufgrund der Fähigkeiten, die sie bereits mitbrächten, etwa emotionale Intelligenz, Selbstreflexion und Kooperativität. "Das müssen Frauen sehen und ihre Angst vor Fehlern überwinden", sagte Simon-Studer.

Der zweite Veranstaltungstag steht unter der Leitfrage "Wie finde ich einen (Wieder-)Einstieg in Beruf oder Ausbildung?" und richtet sich vor allem an Frauen mit Wurzeln im Ausland sowie ihre ehrenamtlichen Begleiterinnen. Wie Claudia Zurmühl von der Kommunalen Arbeitsförderung berichtet, erzählen ab 9 Uhr zwei Frauen aus Ägypten und Afghanistan ihre erfolgreiche berufliche Geschichte. Danach können sich die Teilnehmerinnen an Thementischen informieren und persönlich beraten lassen. Vertreten sind unter anderem die Agentur für Arbeit Offenburg, die IHK Südlicher Oberrhein und die Hochschule Offenburg.

Der Vorteil des Veranstaltungstags liege darin, dass für die Frauen die Hemmschwelle sinke, sich zu informieren und zu kümmern, betonte Rösch. Vor Ort fänden sie direkte Ansprechpartner. Karin Weißer von der Volkshochschule Offenburg spricht aus der Erfahrung der vergangenen Jahre: "Die Frauen kommen mit ganz persönlichen Anliegen und können sich gezielt informieren. Dass die Veranstaltung zum dritten Mal stattfindet, zeigt, dass ein Bedarf da ist." Für diesen Themenvormittag werden Dolmetscherinnen für Englisch, Französisch, Arabisch, Türkisch, Kurdisch und Russisch zur Verfügung stehen.

INFO

Termine

Die Veranstaltung zur Digitalisierung beginnt am Donnerstag, 19. Oktober, um 17.45 Uhr im Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt, das sich im Bürgerpark befindet (Anmeldung bis Montag, 16. Oktober, unter Telefon 0781/­96 75 66 96). Die Veranstaltung für Frauen mit Migrationshintergrund findet am Freitag, 20. Oktober, ab 9 Uhr in der Amand-Goegg-Straße 2 im Raum 102 statt (Anmeldung bis Dienstag, 17. Oktober, unter Telefon 0781/­9 39 32 15.) Weitere Infos: www.fub-ortenau.de.

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