Offenburg 3908 Kinder erblicken das Licht der Welt

In den Kliniken des Ortenau-Klinikums wurden im vergangenen Jahr rund 3900 Babys geboren. Foto: Grubitzsch

Bevölkerung: Geburtenzahlen im Klinikverbund weiterhin auf hohem Niveau

Ortenau - In den Geburtshilfen der Ortenau-Kliniken in Achern, Lahr und Offenburg haben im vergangenen Jahr 3908 Neugeborene das Licht der Welt erblickt.

Wir hatten bereits aktuell kurz berichtet. Trotz eines leichten Rückgangs um rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der die bundesweite Entwicklung der Geburtenzahlen für 2020 widerspiegelt, liegen die Zahlen längerfristig betrachtet weiterhin auf einem hohen Niveau. So kamen etwa vor zehn Jahren lediglich rund 3200 Neugeborene im Ortenau-Klinikum zur Welt, berichtet der Klinikverbund in einer Mitteilung.

Meisten Kinder wurden in Offenburg geboren

Die höchste Zahl an Neugeborenen verzeichnet mit 2547 auch im vergangenen Jahr das Klinikum in Offenburg. Im Ortenau-Klinikum in Achern wurden 689 Babys geboren. Fast genauso viele Kinder kamen auch in der Geburtshilfe am Klinikum in Lahr zur Welt: Die von Chefarzt Muneer Mansour geleitete Abteilung weist für das vergangene Jahr 672 Geburten auf.

"Ich freue mich über das große Vertrauen der werdenden Eltern in unsere Häuser. Mit unseren drei leistungsfähigen Hauptabteilungen und der engen Zusammenarbeit im Verbund mit dem Mutter-Kind-Zentrum in Offenburg können wir Eltern und Neugeborenen höchste Sicherheit bieten", betont Ortenau-Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller. Darüber hinaus verfüge der Klinikverbund in allen Geburtshilfen über hoch qualifiziertes Personal, etwa bei den Hebammen, Ärzten und Pflegekräften.

"Die Geburt eines Kindes ist etwas ganz Besonderes – und etwas ganz Natürliches. Deshalb zählt es zur Philosophie unserer geburtshilflichen Kliniken, der Natur bei der Geburt möglichst freien Raum zu lassen", erläutert Andreas Brandt, Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum in Offenburg. "Als Geburtshelfer möchten unsere Ärzte und Hebammen in den Ablauf nur dann eingreifen, wenn die Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet ist."

Mehr als 50 Zwillingsgeburten

Für diesen Fall biete der Klinikverbund mit seinen drei Geburtshilfen an den Kliniken in Achern, Lahr und Offenburg Ebertplatz eine hohe Sicherheit für Mutter und Kind. Sie werde gewährleistet durch die enge Zusammenarbeit aller geburtshilflichen Kliniken mit dem Mutter-Kind-Zentrum am Klinikum in Offenburg.

"Da alle Risikogeburten im Kreis nach Offenburg verlegt werden, ist der Anteil an Kaiserschnitten bei uns stets höher als der Bundesdurchschnitt", berichtet Brandt. An der Offenburger Klinik lag er 2020 wieder bei rund 35 Prozent, während bundesweit im Durchschnitt rund 33 Prozent der Kinder mit einem Kaiserschnitt zur Welt kamen. Auch Mehrlingsgeburten verzeichnet die Frauenklinik in Offenburg mehr als an den anderen Standorten. 2020 meldeten die Hebammen hier über 50 Zwillingsgeburten.

Auch den Trend zu einer späteren Schwangerschaft kann. Brandt bei seiner Tätigkeit beobachten. "Die Anzahl älterer Frauen, die schwanger werden, hat deutlich zugenommen. Das liegt zum einen am Wandel des Lebens- und Berufsbildes moderner Frauen, zum anderen an den umfassenderen Möglichkeiten in der Fertilitätsmedizin", so der Gynäkologe. In der Geburtshilfe in Offenburg lag das Durchschnittsalter der Mütter im vergangenen Jahr bei 31,3 Jahren, im Jahr zuvor waren es 30,7 Jahre.