Offenburg Klinikum erhält erstmals mehr Lob als Kritik

Ingrid Fuchs, Patientenfürsprecherin am Klinikum Offenburg-Gengenbach, in einem Beratungsgespräch Foto: Ortenau-Klinikum

Offenburg (red/vk) - Seit fünf Jahren gibt es Patientenfürsprecher am Ortenau-Klinikum in Offenburg. Anlässlich des bundesweiten "Tags des Patienten" am Freitag hat die Klinik eine positive Bilanz gezogen.

Kurz nach dem Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes im Jahr 2013 hat das Ortenau-Klinikum in Offenburg das Angebot der Patientenfürsprache eingerichtet. Laut Klinikverbund werden in Offenburg pro Jahr weit mehr als 30 000 Patienten stationär behandelt. Zum diesjährigen "Tag des Patienten", den der Bundesverband der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPIK) 2016 ins Leben gerufen hat, blickt die Klinikleitung zurück.

Auch 2017 hat Patientenfürsprecherin Ingrid Fuchs demnach mit mehr als 1000 Patienten Gespräche geführt, um sich deren Anliegen zu widmen. "Unser Angebot wird gut angenommen", so Fuchs. Dennoch zeige sich oftmals, dass viele Patienten ihre Rechte und das Angebot der Patientenfürsprache nicht kennen. "Deshalb begrüße ich die Initiative, mit einem Aktionstag am 26. Januar auf die Anliegen der Patienten aufmerksam zu machen, sehr", so Fuchs, die auch Mitglied im BPIK ist.

Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger sieht in der Patientenfürsprache eine wertvolle Ergänzung zum Qualitätsmanagement, das sich am Ortenau-Klinikum Offenburg-Gengenbach und den anderen Häusern des Klinikverbunds zentral um Lob, Anregungen und Kritik von Patienten kümmere. Denn Fuchs ermögliche zumeist schon während des Aufenthalts in der Klinik schnelle, unbürokratische und vor allem persönliche Hilfe. "Unser Angebot ist damit eine wichtige Maßnahme zur Vertrauensbildung gegenüber unseren Patienten", so Halsinger. Nach fünf Jahren zeige das Angebot deutliche Wirkung: "Im Jahr 2017 hat unsere Klinik erstmals mehr Lob und Anregungen als Kritik erhalten."

"Eine Patientenfürsprecherin wie in unserem Haus ist ein großer Segen für Klinik und Patienten", betont auch Jörg Laubenberger, Ärztlicher Direktor der Klinik. Sie könne Patienten helfen, sich besser in der für sie fremden Situation im Krankenhaus zurechtzufinden. "Auch mögliche Missverständnisse oder Kommunikationsschwierigkeiten können mit ihrer Hilfe bereits im Vorfeld aufgehoben werden." Beide Mitglieder der Klinikleitung sind überzeugt, dass das Thema Patientenfürsprache in den kommenden Jahren bundesweit weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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