Oberwolfach Unmut über Höhe des Geländers

Streit um die Höhe: Das Brückengeländer bei der Zufahrt zum Hansenbauernhof und zur Fabrikhalle der Firma Holzbau Feger wurde im Rahmen der Sanierung von 0,90 Meter auf 1,20 Meter erhöht. Foto: Haas

Oberwolfach - Brückenbauten beschäftigen nicht nur Wolfacher, sondern auch die Oberwolfacher. So haben der Senior- und Juniorchef von der Firma Holzbau Feger den Gemeinderat am Dienstagabend in der Fragestunde ein Geländer bemängelt.

 

Sie machten ihrem Ärger über die Geländerhöhe der erneuerten Holzbrücke zum Hansenbauernhof Luft. Absolut kein Einsehen hatte Zimmermeister Norbert Feger, dass das Holz-Geländer der erneuerten Brücke gegenüber dem bisherigen um 30 Zentimeter höher ausgefallen ist. "Bei jedem Langholztransport wird es weggerissen", so seine Feststellung.

Als Zufahrt zum Hansenbauernhof dient die Brücke auch als Transportstrecke zum Werksgelände der Firma Holzbau Feger.

Beispiel gehört Privatmann

Senior-Chef Ludwig Feger sah das genauso. Er verwies auf die rund 100 Meter weiter, wolfabwärts, vor wenigen Jahren erneuerte Brücke beim Sägewerk Rothfuß. "Dort hat man das Geländer aus gleichem Grunde auch niedrig gehalten", lautete Fegers Argumentation.

Bürgermeister Matthias Bauernfeind stellte klar: "Das ist auch eine rein private Brücke. Da konnte der Bauherr und zugleich Anlieger selbst über die Geländerhöhe entscheiden". Bei dem Objekt mit dem nun erhöhten Geländer ist dies jedoch nicht der Fall. Da müssten Sicherheitsregeln eingehalten werden – und allein deshalb ist das Geländer nun 1,20 Meter hoch.

Sicherheit hin oder her, da waren sich die beiden Einsprecher einig, bei jedem Langholztransport wird das Geländer Schaden nehmen. Oder ein umständlicher Transport wäre mit sehr viel Zeitaufwand und demnach deutlich höheren Kosten verbunden.

Bürgermeister bedauerte, dass ihm das Problem nicht gleich beim Errichten des Geländers per Telefon mitgeteilt worden sei.

Die Gretchenfrage

So kristallisierte sich folgende Gretchenfrage an dem Abend heraus: Entweder handeln Betroffene nach den Sicherheitsvorschriften oder dem Gebot der Praxis.

Aus dem Rat kam die Anregung, ob die strengen Sicherheitsforderungen umgangen werden könnten. Es wurde argumentiert, dass es sich lediglich um eine Erneuerung einer seit langem bestehenden Brücke, nicht um einen totalen Neubau handle.

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