Großer Ärger bei Eltern Keine Kita-Plätze für zwei Kinder

Die freien Kindergartenplätze in St. Josef sind rar gesät. Der Träger hat nun zwei Eltern eine Absage erteilt. Foto: Dorn

Oberwolfach - Der Ärger bei einigen Eltern in Oberwolfach ist groß: Ihre Kinder könnten nicht wie geplant in den Kindergarten St. Josef aufgenommen werden.

Das bestätigt ein Brief des Trägers des Familienzentrums/Kindergarten an die Eltern vom 18. Juni. In diesem teilt Elvira Gaus von der Verrechnungsstelle mit, dass den betroffenen Eltern für das neue Kindergartenjahr im September 2021 entgegen der "Vormerkungen" kein Kitaplatz für die Gruppe der drei- bis sechsjährigen Kinder angeboten werden könne.

Grund dafür sei, dass die Kapazität im Familienzentrum St. Josef mit 112 Kindern erschöpft sei und das Landesjugendamt mit rechtlichen Konsequenzen gedroht habe, sollte der Träger die Gruppen vorsätzlich überbelegen. Die hygienerechtlichen Vorgaben und die räumlichen Voraussetzungen seien nicht erfüllt.

Bauernfeind zeigt sich überrascht über Aktion

Gaus verweist in dem der Redaktion vorliegenden Brief die Eltern auf die Gemeinde und den Bürgermeister Matthias Bauernfeind: Dort würde mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet.

Bauernfeind, vor seiner Zeit als Bürgermeister in eben jener Verrechnungsstelle tätig, zeigte sich sehr überrascht vom Vorgehen seitens des Trägers, der mit einem mit der Verwaltung nicht abgestimmten Elternbrief vorgeprescht sei und so die Verunsicherung befeuert habe. Die Planungssitzung des Kindergarten-Kuratoriums ist erst am 12. Juli und der Gemeinderat entscheidet am 20. Juli über den Kita-Bedarfsplan.

"Ich gehe davon aus, dass wir jedem Kind ein Betreuungsangebot machen können", versicherte der Bürgermeister. Die von einer Elterngruppe angestoßene Diskussion über eine "Naturgruppe" werde Teil der Lösungsalternativen sein, versprach Bauernfeind. Langfristige Planungen für einen millionenschweren Neubau wie andernorts im Kinzigtal möchte Bauernfeind jedoch nicht anstrengen.