Oberwolfach Gelände nimmt langsam Gestalt an

Vorfreude auf den kleinen Tierpark bei der Grube "Wenzel" im Frohnbach: Bürgermeister Matthias Bauernfeind und Tourist-Info-Leiterin Carina Gallus informierten am Montag über den aktuellen Stand des Projekts.                                                                                                                                 Foto: Haas Foto: Schwarzwälder Bote

Ein großer Schritt vorwärts in Richtung Belebung des Tourismus im Wolftal als "Tal der Tiere" ist gemacht worden: In Oberwolfach sind die Arbeiten für das Begegnungsgehege "Mensch und Tier" im Gange.

Oberwolfach. Carina Gallus, Leiterin der Tourist-Info, und Oberwolfachs Bürgermeister Matthias Bauernfeind stellten am Montagmorgen den für die Begegnung von Mensch und Tier hergerichteten Platz beim Besucherbergwerk "Wenzel" im Frohnbach vor.

Nun bedarf es noch der Installation der Spielgeräte und natürlich dem Besetzen der Anlage mit den Jung-Ziegen. Bürgermeister Bauerfeind hofft, dass dies im Verlauf des Sommers noch klappen wird. Voraussetzung für die Öffnung der Anlage wird natürlich auch eine Lockerung der Corona-Einschränkungen sein, was letztlich auf höherer politischer Ebene entschieden wird.

Angebot richtet sich vor allem an jüngere Kinder

Als Vorbild für die Einrichtung dienen mehrere Anlagen im Verbund mit bekannten Tierparks, beispielsweise in Karlsruhe und auch außerhalb von Baden-Württemberg. Um die Tiere und ihre artgerechte Haltung wird sich ein einheimischer Landwirt kümmern. Insgesamt veranschlagte die Gemeinde Oberwolfach 82 000 Euro für die Anlage. Die Kommune freute sich bereits im Vorfeld bei der Planung über die Zuschuss-Zusage von 80 Prozent durch den Naturpark.

Bei der Vorstellung des Projekts wies Bauernfeind darauf hin, dass nun vor allem für jüngere Kinder ein kurzweiliger Aufenthalt geboten werden könne, während Eltern und ältere Geschwister sich einem geführten Rundgang im benachbarten Besucherbergwerk anschließen. Bisher boten sich für die jüngsten Besucher lediglich der Aufenthalt bei einem Eis oder Getränk am Kiosk oder ein kleiner Spaziergang in idyllischer Landschaft als Alternative an.

Die Baggerarbeiten waren bei der Trockenheit relativ unproblematisch, zumal der Untergrund nicht aus Felsen, sondern aus reinem Lehm- und Lößboden besteht.

Den geologisch interessierten Besucher mag es zum besonderen Hingucken veranlassen. Er wird feststellen können, dass vor circa 100 000 Jahren in der Würm-Eiszeit nicht nur der etwa einen Kilometer entfernt liegende Kirchberg durch die feinen Staub- und Sandablagerungen überdeckt wurde, sondern offensichtlich auch der mittlere Frohnbach ebenfalls noch ein beträchtliches Quantum von den gewaltigen Lößanwehungen abbekommen hat. Abgesichert wurde der Hang durch mächtige Granitblöcke. Sie können nun von Pflanzen umwuchert sowie in ihren Spalten von Eidechsen und Insekten zurückerobert werden.

Gemeinde leistet auch Beitrag zur Offenhaltung

Bürgermeister Bauernfeind betonte, dass hier durch die Gemeinde Oberwolfach ein beträchtlicher Beitrag zur Offenhaltung der Landschaft geleistet wurde. Geht es doch immerhin um ein beweidetes Hanggelände von circa eineinhalb Hektar, das so Lichteinfall und Durchlüftung des Tals sicherstellt. Zufrieden zeigt er sich auch, dass die Anwohner ständig ein wachsames Auge für die Einrichtung haben werden.

Geöffnet ist das "Begegnungsgehege Mensch und Tier" immer dann, wenn auch die Grubenbefahrungen angeboten werden, so vor allem während der Sommerzeit – sobald es keine Corona-Einschränkungen mehr gibt. Aufgrund der bisherigen Erhebungen hoffen die Verantwortlich dann in Zukunft auch auf circa 10 000 Besucher im Jahr.