Oberweier Nichts zu holen für den TC Oberweier

Lediglich Routinier Andrej Kracman war am Doppelspieltag im Einzel für Oberweier erfolgreich. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Ordentlich unter die Räder kam der Zweitligist TC BW Oberweier gegen die beiden Spitzenteams der Liga. Sowohl gegen Reutlingen als auch gegen Rosenheim verloren die Ortenauer deutlich. Gegen Reutlingen war allerdings auch eine Menge Pech im Spiel.

2. Bundesliga Süd, Herren: TV Reutlingen 1 - TC BW Oberweier 7:2. Wie schon am ersten Spieltag beim 6:3-Sieg über Wolfsberg-Pforzheim traten die ambitionierten Hausherren, die als klarer Titelkandidat gehandelt werden, in den Einzeln erneut mit Florian Fallert mit lediglich einem deutschen Spieler an. Im Doppel sollte dann später mit Jakob Sude zumindest noch ein weiterer einheimischer Akteur folgen.

Ganz im Gegensatz die Gäste, die trotz der Schwere der Aufgabe wieder mit allen Eigengewächsen antraten. Von den neuen ausländischen Spielern kam lediglich der Engländer Andrew Watson am zweiten Spieltag zu seinem Debüt für das Team von der Palmengasse. Und nicht nur Watson hatte in seiner Partie gegen den Spanier Inigo Cervantes eine Menge Pech, als er erst nach hartem Kampf im Match-Tiebreak unterlag – auch Watsons Teamkameraden Paul Wörner und Adrian Obert mussten sich äußert unglücklich im dritten Satz geschlagen geben. Statt drei möglichen Punkten für die Gäste aus Oberweier hatte der Favorit die Zähler eingetütet. Während sich Philipp Bauer und Neuzugang Hendrik Jebens trotz ordentlicher Leistung ihren Kontrahenten in zwei Sätzen geschlagen geben mussten, hatte Routinier Andrej Kracman mehr Matchglück. Der 36-jährige Slowene setzte sich nach drei umkämpften Sätzen gegen den Österreicher Andreas Haider-Maurer durch.

Ähnlich bitter verlief es dann in den Doppeln, wo sowohl die Kombination Watson/Jebens als auch das Duo Wörner/Kracman knapp unterlag. Für Teamführer Philipp Bauer und Youngster Bastian Bross lief es dagegen besser: das Doppel aus Oberweier setzte sich knapp im Match-Tiebreak durch. Am Ende stand dennoch eine deutliche 2:7-Niederlage gegen den Mitfavoriten um den Aufstieg. Allerdings wäre an diesem Tag für die starken Gäste durchaus mehr drin gewesen. Ergebnisse: Giustino - Wörner 6:3, 4:6, 11:9; Cervantes - Watson 6:7, 6:4, 10:6; Granollers-Pujol - Obert 2:6, 7:6, 11:9; Samper-Montana - Jebens 6:3, 7:5; Haider-Maurer - Kracman 6:4, 6:7, 3:10; Fallert - Bauer 6:3, 6:4. Granollers-Pujol/Samper-Montana - Watson/Jebens 6:4, 2:6, 12:10; Giustino/Sude - Wörner/Kracman 7:6, 6:4; Fallert/Haider-Maurer - Bross/Bauer 3:6, 6:4, 5:10. TSV 1860 Rosenheim - TC BW Oberweier 9:0. Die Bilanz spricht Bände: Lediglich 20 Matches konnte der völlig überforderte TC BW Oberweier in allen sechs Einzelbegegnungen am Sonntag für sich entscheiden. Mit 6:0 und 12:0-Sätzen ging das nominell beste Team der Liga, der TSV 1860 Rosenheim, der in Bestbesetzung ohne deutsche Spieler angetreten war, in die Doppel. Am "spannendsten" machte es noch Andrej Kracman, der gegen seinen letztjährigen Teamkollegen Christian Lindell beim 2:6 und 4:6 zumindest sechs Spiele gewinnen konnte.

In den Doppeln ereilte Oberweier dann endgültig die Höchststrafe. Auch hier wurden alle drei Begegnungen in zwei Sätzen verloren. Am Ende stand die überragende Bilanz von 9:0-Matchpunkten und 18:0-Sätzen für den Spitzenreiter aus Rosenheim zu Buche.

Am kommenden Freitag haben die Ortenauer zunächst spielfrei. Am Sonntag wartet dann mit dem TC Amberg am Schanzl ein Gegner, den Oberweier im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga eigentlich fast schon schlagen muss. Ergebnisse: Coria - Wörner 6:1, 6:4; Viola - Watson 6:2, 6:1; Vilella Martinez - Obert 6:1, 6:2; Bellotti - Bross 6:1, 6:0; Lindell - Kracman 6:2, 6:4, Statzberger - Bauer 6:1, 6:1; Vilella Martinez/Bellotti - Wörner/Watson 6:4, 6:4; Lindell/Weissborn - Obert/Kracman 6:2, 6:2; Statzberger/Jastraunig - Bross/Bauer 7:5, 6:2.

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