Oberweier Katzenbesitzer sind in Sorge

Oberweier (cbs). Zwei Katzen sind auf einem Gartengrundstück in Oberweier Opfer von Rattengift geworden. Das erste Tier verendete dort vor etwa sechs Wochen. Nachdem sich eine zweite Katze auf dem Grundstück kränklich zeigte, sind die Hauseigentümer mit dem Streuner kurzerhand zum Tierheim gefahren. Auch die zweite Katze ist schließlich gestorben. Es wird davon ausgegangen, dass das Tier irrtümlich Gift gefressen hat. Gefunden wurden die Vierbeiner auf einem Grundstück im Bereich Gässle und Stefanienstraße. Während vom ersten Tier der Besitzer bekannt ist, ist die zweite Katze nicht zuzuordnen.

Betroffene sollen sich bei der Gemeinde melden

Der betroffene Grundstückseigentümer hat sich an die Verwaltung in Friesenheim gewandt und um einen öffentlichen Hinweis gebeten. In der öffentlichen Anzeige heißt es: "Innerhalb von wenigen Tagen mussten zwei Katzen im Bereich "Im Gässle", Stefanienstraße und Oberweierer Hauptstraße sterben. Vermutlich haben die Katzen Nahrung aufgenommen, die zu einem qualvollen Tode geführt hat. Beim nächsten Fall wird polizeilich ermittelt." Es handelt sich um den ersten Fall von verendeten Haustieren in Folge von willentlich oder versehentlich ausgelegten Giftködern in Oberweier. Bisher ist auch Ortsvorsteher Andreas Bix nichts zugetragen worden.

Der Tierschutzverein Lahr hat immer wieder mit solchen Fällen zu tun. "Wir hören immer wieder von Giftködern", erklärt dessen Vorsitzender, Martin Spirgatis, auf Nachfrage der Lahrer Zeitung. 2019 habe es einen Fall in Sulz gegeben. Dort sei eine Katze verendet, weil ein Hauseigentümer leichtsinnig Rattengift ausgelegt habe. "Ob Rattengift willentlich oder unbewusst ausgelegt wird, können wir nicht sagen", so Spirgatis weiter. Eine Häufung von Vergiftungen sei nicht festzustellen. Angesprochen auf die Situation in Oberweier erklärte Ortsvorsteher Bix: "Es gibt gesetzliche Grundlagen zum Umgang mit Chemikalien. Ich hoffe, dass jeder damit sorgsam umzugehen weiß."

Vor zehn Jahren starben bereits Katzen an Gift

Zehn Jahre ist es her, dass in Heiligenzell Katzen nachweislich nach der Einnahme von Gift qualvoll verendet sind. In der Summe waren es sechs Katzen, die binnen weniger Wochen plötzlich verschwunden oder tot waren. In einem konkreten Fall konnte der Tierarzt die Einnahme von Rattengift bestätigen. Aus der Tierarztpraxis Beate Schwing in Friesenheim ist zu erfahren, dass in den vergangenen Monaten keine Fälle von Vergiftungen an Katzen festzustellen sind. Betroffene Katzenbesitzer in Oberweier sollen sich unter Telefon 07821/­6 33 77 21 an die Ortsverwaltung wenden.

  • Bewertung
    0