Oberschopfheim Oberschopfheim nur mit ganz viel Mühe eine Runde weiter

Bezirkspokal, 2. Hauptrunde: SV Oberschopfheim - SV Hausach 1:0 (0:0). Statt mit Pauken und Trompeten ist der amtierende Bezirkspokalsieger SV Oberschopfheim am Mittwochabend mit Geduld und einer gehörigen Portion Dusel ins Pokalachtelfinale eingezogen. Dort wartet am 11. September auswärts der starke Liga-Konkurrent FSV Seelbach auf die Truppe des neuen Trainers Alexander Zehnle. Um das erklärte Ziel Titelverteidigung erreichen zu können, wird sich der Bezirksliga-Dritte der Vorsaison allerdings in Seelbach noch mächtig steigern müssen. Zu behäbig spielte die ohne Ideengeber Julian Burg angetretene Zehnle-Elf gegen den klassentieferen A-Ligisten, der sich allerdings auch in bester Handballmanier mit Mann und Maus vor dem eigenen Strafraum einigelte. Bis zur 25. Spielminute, als es die Gäste einmal mit einem Distanzschuss aus 30 Metern versuchten, kam Hausach überhaupt nicht über die Mittellinie. Wirklich zwingend waren die Aktionen des SVO vor dem gegnerischen Gehäuse allerdings auch nicht, sodass Gästekeeper Jan Kiefer nur selten eingreifen musste.

Die erste richtige Chance hatten die Gäste aus dem Kinzigtal nach 37 Minuten. Nach einem Konter über die linke Seite, in der gleich vier Oberschopfheimer stehen gelassen wurden, war SVO-Keeper Hannes Erhardt Endstation für Kim Wille. Kurz vor der Pause war es dann erneut Erhardt, der seine - bis dato drückend überlegenen Farben – nach einem Distanzknaller von Daniel Kasper sensationell im Spiel hielt.

Rund um die 60. Minute hatte der SVO seine stärkste Phase mit Chancen am laufenden Band. Die dickste vergab Philipp Rösler, dessen Schuss an die Latte knallte. Doch in der 75. Minute hätten die Gäste den Spielverlauf endgültig auf den Kopf stellen können. Einzig Keeper Erhardt war es bei einer Doppelchance zu verdanken, dass auch weiterhin die Null stand.

Im direkten Gegenzug erwies Hausachs Torhüter Kiefer seinem Team einen Bärendienst. Der Keeper beschwerte sich vehement beim souveränen Schiedsrichter Lukas Lindenmeier, dem nichts anderes übrig blieb, als Kiefer zu verwarnen. Den fälligen indirekten Freistoß knallte Jonathan Riehle trotz der gesamten auf der Linie postierten Gästemannschaft zum 1:0 ins Netz. Wenig später schwächte Kiefer sein Team noch weiter , als er nach erneuter Beschwerde Rot sah. "Wir haben uns heute richtig schwer getan. Aber es ist auch ekelhaft, wenn neun Mann einfach nur hinten drinstehen", zeigte sich SVO-Torjäger Dimitri Holm zwar nicht mit dem Spiel, aber mit dem Weiterkommen zufrieden.

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