Oberschopfheim Fokus liegt jetzt auf der Relegation

Das Minimalziel ist erreicht: Die Oberschopfheimer Schützen haben sich bei ihrem Zweitliga-Heimwettkampf den Relegationsplatz gesichert. Den direkten Klassenerhalt verhinderte jedoch die Niederlage gegen den SV Möglingen.

Wer am Sonntag dachte, in der Schießarena geht es bedächtig und ruhig zu, den belehrte das Publikum in der Auberghalle in Oberschopfheim. "Die haben es heute mächtig drauf", kommentierte Coach Christian Huck die Gäste aus nah und fern. Bis von der Schweizer Grenze sind Fans gekommen. Insgesamt mehr als 300 Zuschauer verwandelten die Halle in ein Tollhaus.

Zum Start gibt’s eine Niederlage

Es war der sechste Zweitliga-Wettkampf des SV Oberschopfheim in dieser Saison. Erster Gegner am Sonntagmorgen war der SV Möglingen, der den Wettkampf mit 4:1 für sich entschied. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir auch den SV Möglingen packen", haderte Trainer Gerhard Kupfer ein wenig. Im Wettkampf gegen den SV Kronau II gingen seine Sportschützen dann als Sieger vom Platz und sicherten sich so den Relegationsrang der zweiten Bundesliga.

Was es heißt, um einen Punkt zu verlieren, das wissen die Oberschopfheimer Luftgewehrschützen zu Genüge. Alexandra Geng (384 Ringe) und Korvin Kürner (385) trennte jeweils einen Punkt vom Sieg. Gleichauf stand es zwischen Oliver Michelmann (SV Oberschopfheim) und Christopher Franz (SV Möglingen) mit 380 Punkten. Im Stechen bewies Franz die besseren Nerven, sodass es am Ende 4:1 für die Gäste stand. "Sicher wären wir lieber mit einem Sieg und dem damit verbundenen Selbstvertrauen in die nächste Runde gegangen", so Kupfer.

Doch auch ohne Sieg im Rücken bewiesen die Ortenauer im zweiten Wettkampf gegen den Sechsten SV Kronau II Nervenstärke. Michaela Huck (390), Anne Gasser (389) und Korvin Kürner (391) gewannen jeweils ihr Duell zum knappen 3:2-Sieg.

Mit starken Nerven zum Sieg gegen Kronau

Zehn Meter ist die Zielscheibe entfernt. Den kleinsten Durchmesser hat die Mitte mit geraden einmal 0,5 Millimeter. Innerhalb von 50 Minuten gilt es für jeden Schützen seine Serie in vier Runden zu je zehn Schuss zu absolvieren. Das Maximum von 400 Ringen gilt es zu treffen. Als alter Hase im Bundesligawettkampf zeigt sich Michaela Huck, die bereits mit 20 Jahren erfolgreich in der ersten Bundesliga geschossen hat. Zweimal gelingt ihr die 100. Michaela Huck selbst ist aber nicht zufrieden mit ihrer Leistung. "Da ist noch mehr drin", weiß die 27-Jährige. Aber eine Verletzung am Fuß lasse sie nicht volle Fahrt aufnehmen.

"Meine Güte, das ist ja spannender als jeder Tatort", kommentierten die Gäste bisweilen in der Auberghalle. Während am Sonntagmorgen schon viele Stühle besetzt waren, herrschte am Nachmittag in der Begegnung SV Oberschopfheim SV Kronau II dichtes Gedränge. Jeder Treffer wurde frenetisch bejubelt. "Die Oberschopfheimer sind toll", lobte Christian Huck die Fans. Dass am Ende dennoch kein zweiter Sieg eingefahren wurde, blieb der starken Leistung und Nervenstärke der Gegner geschuldet. "Da fehlt es bei uns bisweilen noch an der Routine in der Bundesliga anzutreten", sagte der Trainer. Routine, die Michaela Huck und Korvin Kürner mitbringen.

Zweitliga-Saison geht in die Verlängerung

So geht die erste Zweitliga-Saison für die Oberschopfheimer in die Verlängerung, in der Relegation soll der Klassenerhalt gesichert werden. Die kommenden vier Wochen steht intensives Training auf dem Plan. In Pforzheim müssen die Schützlinge des Trainergespanns Huck/Kupfer dann punkten. Dass sie dazu durchaus in der Lage sind, haben sie schließlich bereits mit ihrem Aufstiegssieg in die 2. Bundesliga im vergangenen Jahr bewiesen. Der Fokus liegt nun auf dem 15. Februar in Pforzheim: Auf Platz sieben geht es in die Relegation.

SV Oberschopfheim – SV Möglingen 1:4, SV Fenken – SV Kronau II 4:1,  SV Möglingen – SV Fenken 0:5,  SV Oberschopfheim : Kronau II 3:2.

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