Oberkirch Winzer wollen Kräfte bündeln

In vielen Bereichen kooperieren die Oberkircher Winzer und die Hex von Dasenstein bereits. Mit der geplanten Verschmelzung wird diese konsequent fortgeführt. Symbolfoto: Anspach Foto: Lahrer Zeitung

Aus zwei mach eins: Die Oberkircher Winzer und der Winzerkeller Hex vom Dasenstein prüfen aktuell eine Verschmelzung. Sondierungsgespräche sollen in Kürze beginnen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ortenau  (red/pme). Der Weg ist längst bereitet: "Vorstände und Aufsichtsräte der Oberkircher Winzer und des Winzerkellers Hex vom Dasen­stein Kappelrodeck haben in ihren Sitzungen einstimmig beschlossen, Sondierungsgespräche mit dem Ziel einer Verschmelzung beider Betriebe aufzunehmen", schreiben die beiden Unternehmen. Über die Beschlusslage seien die Mitarbeiter beider Häuser und parallel dazu die Winzer informiert worden. Beide Betriebe sind seit Jahren dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich und stehen mit ihren starken Marken für eine hohe Marktdurchdringung.

"Sondierungen auf Augenhöhe"

Die Verschmelzung kommt nur bedingt überraschend: Seit fünf Jahren kooperieren beide Unternehmen bereits erfolgreich in den Bereichen Abfüllung, Lager, Logistik und Vertrieb. Daher sei das gegenseitige Vertrauen weiter gewachsen, heißt es von den Verantwortlichen. "Das hat beide Betriebe bestärkt, diesen weiteren Schritt zu gehen, um den Erfolg nachhaltig und zukunftsfähig gestalten zu können". Im Vorfeld dieses Beschlusses wurde in Begleitung des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes (BWGV) eine Machbarkeitsstudie zur eventuellen Verschmelzung der Betriebe erstellt. Das Thema solle pro-aktiv angegangen werden.

"Die Gespräche haben das Ziel, Ansätze für die weitere Bündelung der Kräfte zu finden sowie Vorteile für Mitglieder und Kunden zu generieren. Oberstes Ziel dabei ist die Existenzsicherung der Winzerbetriebe in beiden Talgemeinden." Allerdings sollen auch Möglichkeiten ausgelotet werden, um noch stärker zu werden.

Erfolgreiche Kooperation seit fünf Jahren

Der weitere Fahrplan sieht für Anfang September die Herbstversammlungen in beiden Betrieben vor. Hier sollen die Winzer im Falle erfolgreich verlaufender Sondierungen über das Vorgehen informiert werden. "Wir fusionieren auf Augenhöhe", heißt es aus den Gremien. Der Markt habe sich sehr verdichtet. Und die Kostenstrukturen gingen nur nach oben. Beide Häuser wollen auch künftig zu den leistungsstarken gehören. Daher sei dieser Schritt jetzt notwendig.

Käme es zu einer Verschmelzung beider Genossenschaften dann würde die gesamte Rebfläche 675 Hektar betragen, wobei Oberkirch mehr als 450 Hektar einbringt. Beide Standorte sollen zudem erhalten bleiben.

Weitere Informationen: www.dasenstein.de www.oberkircher-winzer.de

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