Nonnenweier Wärmelampe war Ursache für Brand

Nadine Goltz
Eine dicke Rauchwolke hing im Dezember über Nonnenweier: Eine Werkstatt ist in Brand geraten. Nun steht die Ursache fest. Foto: Archiv - Kamera 24

Feuer: Ermittler schließen technischen Defekt aus / Ferkel verenden in Ökonomiegebäude in Nonnenweier

Nonnenweier - Wenige Wochen nach dem Großbrand eines Ökonomiegebäudes in der Hauptstraße in Nonnenweier steht nun die Ursache fest: eine umgestoßene Wärmelampe. Von einem technischen Defekt gehen die Ermittler allerdings nicht aus.

Sechs Ferkel waren bei dem Brand umgekommen 

Traurige Nachrichten hatte die Polizei am Dienstag, 15. Dezember, vermeldet: Sechs Ferkel sind bei bei einem Brand in einer Werkstatt in Nonnenweier verendet, ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten eine Rauchvergiftung. Warum das Feuer ausbrach, blieb erst einmal unklar.

Auch eine Woche nach dem Geschehen konnte die Polizei nichts Genaueres mitteilen: "Die Ursache ist noch immer nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern noch an", war die Aussage eines Pressesprechers des Polizeipräsidiums Offenburg auf Nachfrage unserer Zeitung kurz vor Weihnachten.

Nun jedoch steht die Brandursache aber fest: "Eine Wärmelampe", sagt Polizeisprecher Rüdiger Schaupp der Lahrer Zeitung auf Nachfrage. Von einem technischen Defekt könne man aber nicht sprechen, fügt er an . "Die Lampe muss auf den Boden gefallen sein", erklärt Schaupp weiter. Dies hätten die Ermittler gemeinsam mit einem Gutachter ausfindig gemacht.

Die Feuerwehr konnte den Brandraum begrenzen

"Der Grund, weshalb die Lampe heruntergefallen ist, konnte jedoch nicht geklärt werden", sagt der Polizeisprecher. Der Schaden beläuft sich auf 10 000 Euro.

Im Einsatz waren am 15. Dezember insgesamt 65 Angehörige von Feuerwehren aus Schwanau, Lahr, Rust und Kappel, sowie die Polizei und das DRK gewesen. Auch ein Veterinär war vor Ort. Der Brand in der Nonnenweierer Hauptstraße brach kurz nach 19 Uhr aus, gegen 23 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

Keine weiteren Gebäude beschädigt 

Vier Stunden hatten die Einsatzkräfte "wie aus dem Lehrbuch gehandelt", sagte Schwanaus Hauptkommandant Bernd Leppert am Folgetag im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn die Feuerwehr habe den Brandraum begrenzen und das Feuer innerhalb dessen bewältigen können, führte Leppert weiter aus.

Weder Fahrzeuge, noch Gebäude, die in unmittelbarer Nähe zur brennenden Werkstatt standen, wurden somit beschädigt. "Neben dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr war auch die bauliche Situation von Vorteil gewesen", erklärte Leppert.

Schweine können wieder in den Stall zurück 

Leider hätten sich die sechs Ferkel innerhalb der Werkstatt, also innerhalb des Brandraums, befunden. Weitere acht ausgewachsene Schweine und 19 Ferkel konnten lebend durch die Feuerwehr aus dem an die Werkstatt angrenzenden Stall befreit werden.

"Diese wurden im Anschluss durch einen Tierarzt untersucht", schrieb die Polizei in einer Meldung. Nach dem Einsatz konnten die unversehrten Tiere dann auch wieder zurück in ihren Stall. "Er wurde in keiner Weise beschädigt", erklärte Kommandant Bernd Leppert.

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