Niederlage gegen SG Ohlsbach/Elgersweier 95 Prozent Leistung reichen TV Friesenheim nicht

Thorsten Mühl
Sabine Böhnemann (am Ball) musste sich mit Friesenheim gegen die SG Ohlsbach/Elgersweier geschlagen geben. Foto: Wendling

Handball: Friesenheimerinnen verlieren Partie gegen SG Ohlsbach/Elgersweier / HSG Meißenheim siegreich

Zwei Schwächephasen in der Partie gegen die SG Ohlsbach/Elgersweier waren mindestens eine zuviel für die Frauen des TV Friesenheim. Es gab eine knappe Niederlage. Die Damen der HSG Meißenheim/Nonnenweier hatten hingegen leichtes Spiel.

Südbadenliga, Frauen: TV Friesenheim - SG Ohlsbach/Elgersweier 29:31 (13:14). Zwei schlechte Phasen, jeweils verteilt auf beide Halbzeiten, kosteten Friesenheim am Samstag mögliche Punkte. Beide Mannschaften lieferten sich eine körperbetont geführte Partie, in der es rassig, aber nicht unfair zu Werke ging. Die Unparteiischen hatten das Geschehen trotz dreier Platzverweise gegen Luisa Tschoppp (SG/48.), Mara Boschert (SG/49., dritte Zeitstrafe) und Sabine Böhnemann (Friesenheim/57.) im Griff. "Die Unparteiischen haben ihre Linie durchgezogen. Bei Tschopp und Sabine wurden Griffe an den Hals moniert, wobei beides keine bösen Aktionen waren", befand TV-Trainer Michael Gnädig.

Die Teams begegneten sich in Hälfte eins auf Augenhöhe, ehe sich Friesenheim nach dem 7:7 eine erste Schwächephase leistete. Die "ElGohls" setzten auf ihre erfahrenen Offensivkräfte, erhöhten zwischenzeitlich auf 12:9. Doch die Gastgeberinnen fingen sich. "Die Mannschaft hat sich zurückgekämpft und bis zur Halbzeit wieder verkürzt. Das war ein ganz wichtiges Zeichen des Kollektivs", unterstrich Gnädig.

In der zweiten Hälfte stieg die Spannung, denn über 16:16 fanden die Gastgeberinnen in eine ihrer stärksten Phasen. Konsequenten Abwehraktionen folgten schnelle Treffer zum 21:19. Die Freude währte indes nicht lange, denn nach einer Auszeit meldete sich Ohlsbach ebenso schnell wieder ins Geschehen zurück. 21:21 und 24:24 lauteten die nächsten Zwischenstände, ehe die Gäste nach den Platzverweisen gegen Tschopp und Bioschert kurzzeitig ihre Ordnung verloren. Friesenheim legte erneut bis zum 27:25 vor. Doch die Gäste ließen nicht abreißen und kamen über schnelle Treffer wiederholt zurück. "In der Schlussphase gingen allmählich die Kräfte weg, der Rückhalt durch Torfrau und Abwehr hat uns in diesen knappen Minuten ein bisschen gefehlt", bedauerte Gnädig.

Ausgerechnet jetzt trat die zweite, in Summe fatalere, Schwächephase ein. Ohlsbach drehte die Partie, gerade durch Lisa Beathalter, die vier der letzten fünf Gästetreffer erzielte, zu den eigenen Gunsten. "Wir waren heute bei 95 Prozent. Die Mannschaft hat kollektiv gekämpft und alles gegeben, viel gefehlt hat nicht. Insgesamt sind wir auf dem richtigen Weg", schloss Gnädig.
TV Friesenheim: Schubert, A. Orana; Böhnemann 4, Braun, R. Tafa 2, Hoffmann, D. Orana 4/2, Lothspeich 2/1, Lackermeier, A. Tafa 6, Meier 5, Zimmermann 6.

Landesliga, Frauen: HSG Meißenheim/Nonnenweier - SG Willstätt/Auenheim 22:17 (7:6). Aus einer denkbar schwierigen Situation im Vorfeld der Partie machten die HSG-Frauen am Samstag das Bestmögliche. "Die Mannschaft hat Willen und Charakter bewiesen", betonte HSG-Trainer Klaus Ziegler nach dem ersten Saisonsieg. Angesichts ausfallender oder angeschlagener Spielerinnen und schwankender Trainingsleistungen war nicht klar abzusehen, was Verantwortliche und Publikum in der Burkhard-Michael-Halle leistungstechnisch erwarten würde. Doch die Ried-Frauen legten stark los, auch wenn in der Folge beide Abwehrreihen dominierten. Über ein 5:5 war absehbar, dass Geduld gefragt sein würde, um den Gästen aus dem Hanauerland beizukommen. "Die Abwehr, allen voran Torfrau Celine Frenk, hat eine bärenstarke Leistung geliefert. Offensiv haben wir dagegen gesehen, dass die Abläufe noch nicht immer optimal passen. In dem Bereich besteht Luft nach oben", hielt Ziegler fest.

Auch die zweiten 30 Minuten begann die HSG stark, drückte aufs Tempo und münzte Balleroberungen öfter in schnelle Treffer um. Über 14:7 und 16:10 bauten die Gastgeberinnen mit 19:11 einen beruhigenden Vorsprung aus. Ziegler wechselte durch, was die Gäste dazu nutzten, das Ergebnis aus ihrer Sicht noch ein wenig positiver zu gestalten. Doch die HSG hielt stand und kam zu einem Endstand von 22:17.

"Wir hatten gerade Willstätts Kreisspiel gut im Griff und am Ende auch konditionelle Vorteile. Aber es wartet weiter viel Arbeit, der Sieg war vor allem für die Köpfe wichtig", befand HSG-Coach Ziegler.
HSG Meißenheim/Nonnenweier: Frenk, Schröder; E. Kern 2/1, Kopf 2/1, L. Luick 4, J. Fischer, S. Luick, H. Kern 7/1, L. Fischer 1, A. Kern 2, Zimmer, Klammer 1, Bertrand 2, Ziegler 1.

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