Neuried Zaun soll Wiesen sauber halten

Der Parkplatz Unditz soll laut Ortschaftsrat umzäunt werden, um die umliegenden Wiesen zu schützen. Foto: Bühler

Der Ortschaftsrat Schutterzell fordert eine Einzäunung des Autobahn-Parkplatz Unditz. Die Räte wurden sich bei der Sitzung am Dienstag einig, das Regierungspräsidium deswegen anzuschreiben.

 

Schutterzell. "Ich finde wir sollten dran bleiben. Ich empfehle eine Dornenhecke um den Parkplatz zu pflanzen, dann käme niemand mehr so schnell durch", meinte Ortschaftsrat Joachim Mielke (CDU). Damit machte er sich für eine Alternative zu der vom Gremium geforderten Umzäunung, stark.

Ortsvorsteher Thomas Eble, berichtete, dass der Parkplatz zwar über eine Toilettenanlage, die in der Regel zwei Mal täglich von einer Fachfirma gereinigt werde, verfüge. Diese werde aber nicht von allen Besuchern gerne angenommen, sodass es immer wieder Menschen gebe, die ihr Geschäft lieber in der freien Natur verrichteten. "Dementsprechend sieht es auf den angrenzenden Grundstücken auch aus", so Eble weiter. Die Hinterlassenschaften seien bis weit in die Wiesen hinein zu finden, manche sogar auf dem asphaltierten Zufahrtsweg.

Rat will das Land auffordern, zu Handeln

Dieser Zustand sei vor allem in den Sommermonaten nicht mehr tragbar. Eine Verbesserung der Situation wäre laut Eble nur durch eine Einzäumung möglich. Über diese Situation habe er mit Gero Morlock vom Regierungspräsidium (RP) gesprochen, der für Straßenverkehr und Verkehrstechnik zuständig ist. "Ich habe ihn persönlich gebeten, den Autobahnparkplatz einzuzäunen. Da schließlich der Bund oder das Land der Eigentümer ist."

Dieser hätte ihm zu Antwort gegeben, dass wenn Schutterzell eine Umzäunung wünsche, er diese selbst anbringen und bezahlen müsse. Eble fügte dazu in der Sitzung an: "Ich finde es ein Unding, dass sich das Regierungspräsidium so einfach aus der Affäre zieht. Wir sind so mit der Situation nicht zufrieden." Dieser Parkplatz werde schon seit längerer Zeit sehr stark von Besuchern genutzt. Überwiegend von Lastwagenfahrern, die dort ihre Ruhezeiten einhalten.

Im Rat wurde man sich einig, dass man die enorme Verschmutzung der Allgemeinheit nicht weiter zumuten könne. Ortschaftsrat Wolfgang Hügli (Freie Wähler) pflichtete der Meinung von Eble bei: "Die Aussage des Regierungspräsidiums finde ich eine Sauerei. Es ist nicht Sache der Gemeinde, sondern von Bund und Land." Ortschaftsrat Joachim Eichner (CDU) schlug vor: "Wir sollten dem Regierungspräsidium einen Brief schreiben, und dieses daran erinnern, dass diese uns im Stich gelassen haben." Daraufhin wurde sich das Gremium einig, das Regierungspräsidium in Form eines Briefes aufzufordern einen Zaun anzulegen.

INFO

Das sagt das RP

Der Pressesprecher des Regierungspräsidiums (RP), Markus Adler, gab zu, dass die Vermüllung entlang der Autobahn ein immer größeres Problem ist: "Wir können Schutterzell allerdings wenig Hoffnung machen."

 Einen Zaun werde das Regierungspräsidium nicht aufstellen. Zum einen sei nicht gesagt, dass dies den gewünschten Erfolg brächte und zum anderen müsste dann das RP die Verkehrssicherungspflicht für den Zaun übernehmen und ihn instandhalten. Dazu fehlten der Behörde die Mittel.

 Grundsätzlich würden Zäune, wie etwa der Wildzaun an Teilen der A 5, nur zur Verkehrssicherung angebracht.

Die Toiletten-Anlage sei 2016 überholt worden und werde zwei Mal täglich gereinigt. Auch die Autobahnmeisterei sammele regelmäßig Müll auf, allerdings nur den auf dem Rastplatz.

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