Ermittlungen in Neuried abgeschlossen Puppen-Rätsel gelöst

(ng)
Das Rätsel um die Grusel-Puppe, die in der Hansjakobstraße gefunden wurde, ist gelöst. Foto: Polizei

Dundenheim - Eine mysteriös anmutende und offensichtlich selbstgefertigte Puppe und ein Zettel mit einer bedrohlichen Aufschrift waren am Samstag vor zwei Wochen wie aus dem Nichts vor einem Anwesen in der Hansjakobstraße in Dundenheim aufgetaucht und haben in Neuried Besorgnis hinterlassen. "Das Rätsel ist jetzt gelöst", schreibt die Polizei in einer Mitteilung am Dienstagmorgen.

Puppe und Droh-Zettel gehen mutmaßlich auf das Konto zweier Kinder zurück. "Wie die Ermittler des Polizeipostens Neuried nun wissen, stehen zwei Mädchen hinter den keinesfalls spaßigen Machenschaften", so die Polizei weiter. Ein Angehöriger der Kinder hatte offenbar die Puppe erkannt und sich aufgrund der Veröffentlichung in den Medien mit den Beamten in Verbindung gesetzt. Trotz der strafrechtlichen Unmündigkeit des Duos erfülle der Vorfall den Straftatbestand einer Bedrohung, sodass die möglicherweise als Scherz gedachte Aktion weit von einem Kinderstreich entfernt ist.

Derartige Vorfälle sollten laut Polizei zur Anzeige gebracht werden

"Durchatmen" heißt es also nun glücklicherweise für die Hausbewohner in der Hansjakobstraße. Was aber tun, wenn es sich bei solch einem Vorfall mit einem vermeintlichen Geschenk vermutlich nicht um einen "Scherz" handelt? Nicht zögern und keine Scham haben, es zu melden: "Generell sollte man sich bei derartigen Vorfällen an die Polizei wenden und Anzeige erstatten", so ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Offenburg auf Nachfrage unserer Zeitung. Ferner empfehle sich, aufmerksam und sensibel hinsichtlich ungewöhnlicher Beobachtungen oder Begegnungen zu sein. Falls möglich, sollte man sich auch bewusst in Gegenwart anderer Personen – wie Bekannte, Freunde oder Familie – aufhalten.

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