Neuried "Natur übernimmt Grabpflege"

Immer mehr Menschen interessieren sich für eine Bestattung im Täuferwald. Foto: Fink Foto: Lahrer Zeitung

Neuried (df). Auf großes Interesse ist die Führung mit Förster Gunter Hepfer und Tom Jacob im Bestattungswald im Täuferwald gestoßen, sodass gleich zwei Gruppen gebildet wurden. Hepfer begrüßte die mehr als 25 Personen, die aus der gesamten Umgebung gekommen waren.

Man habe im Täuferwald 16 verschiedene Baumarten, die Bestattungsbäume seien über vorhandene Rückegassen und angelegte Fußwege zu erreichen. "Die Grabpflege übernimmt die Natur", sagt Hepfer. Damit würden auch keine laufenden Kosten entstehen. Die Grabflächen sind natürlich und schlicht.

Der Täuferwald in dem der Bestattungswald liegt, ist seit langem ein spiritueller Ort. Seinen Namen, so Tom Jacob, hat er von Täufern, einer evangelischen Religionsgemeinschaft, die im Zuge der Reformation entstand. Schon vor 250 Jahren wurde dieser Wald von ihnen für Gottesdienste und Taufen genutzt, wovon die beiden Taufsteine zeugen, die seither dort stehen.

Für die Beisetzung stehen im Bestattungswald Ruhebäume zur Verfügung. An den Wurzeln dieser Bäume wird die Asche der Verstorbenen in biologisch abbaubaren Urnen im Waldboden beigesetzt. Es stehen Familien Wahl- und Gemeinschaftsbäume zur Auswahl. Die Beisetzung ist nicht an eine Religionsgemeinschaft gebunden. Die Preise für Grabplätze seien abhängig vom Alter des Baums, der Baumart und der Lage. Anhand dieser Kriterien sind die Ruhebäume in drei Preiskategorien eingeteilt.

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