Neuried Leckerer Glücksbringer mit langer Tradition

Ganz frisch und goldbraun gebacken: Backstubenleiter Martin Bischoff (rechts) und Auszubildender David Löffler vom Kiefer-Beck in Ichenheim holen eine Neujahresbrezel aus dem Ofen. Foto: Fink

Ichenheim (df) - Kein Jahreswechsel ohne Neujahrsbrezel: Die leckeren Gebäckstücke haben in Baden und im Elsass eine lange Tradition. In vielen Größen angeboten, teilweise auch ganz speziell verziert, kommen sie in vielen Haushalten auf den Frühstücks- oder Kaffeetisch.

Früher wurden noch Geldstücke eingebacken, denn die Neujahrsbrezel war ein beliebtes Mitbringsel von Paten für ihre Patenkinder, oft schon an Silvester. "Prost Neujahr, eine Brezel wie ein Scheunentor, ein Kuchen wie ein Ofenblatt, davon werden alle satt", lautete früher der Neujahrsgruß, wenn die Kinder ihren Eltern und Paten das Neujahr anwünschten.

Neujahrsbrezeln werden wie auch in der Backstube beim Kiefer-Beck in Ichenheim aus Dinkel- oder Weizenmehl in verschiedenen Größen meist süß, aber auch salzig gebacken. Noch im alten Jahr haben die Bäckereien im Südwesten und im Elsass mit dem Verkauf des köstlichen Hefeteig-Gebäcks, meist mit einem kleinen Zopf geschmückt oder sogar ganz geflochten, begonnen.

Ein Symbol der Verbundenheit

Und wie lange gibt es die Neujahrsbrezel nun schon? Gute Frage. Eine Suche im Internet bringt nicht viel mehr als den Hinweis auf einen "jahrhundertealten Brauch". Auf alle Fälle gilt die Neujahrsbrezel als Glücksbringer. Sie soll vor Krankheit, Unglück und Hunger schützen. Zudem symbolisieren Brezeln Verbundenheit.

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