Neuried Fischer kandidiert wieder

Neuried - Applaus hat es in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch für Bürgermeister Jochen Fischer gegeben. Nach knapp einem halben Jahr saß er am Mittwoch wieder am Ratstisch und verkündete seine erneute Kandidatur im kommenden Jahr.

Nach knapp sechs Monaten, in denen das krankheitsbedingt nicht möglich gewesen war, leitete Neurieds Bürgermeister Jochen Fischer erstmals wieder die öffentliche Gemeinderatssitzung. In den vergangenen Wochen hatten seine Stellvertreter Peter Heuken und Ralf Wollenbär den Vorsitz des Gemeinderats übernommen, wofür der Bürgermeister am Mittwochabend den beiden seinen Dank aussprach. Fischer betonte, dass es eine gute und konstruktive Zusammenarbeit gewesen sei.

Er habe sich lange Gedanken zur Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr gemacht und sich nun dafür entschieden, wieder zu kandidieren. Die Freude darüber war bei den Ratsmitgliedern groß: Sie applaudierten für die Entscheidung des Rathauschefs. "Das Amt des Bürgermeisters ist für mich eine Herzensangelegenheit geworden. Ich mache diese Arbeit sehr gerne und kann mir keinen schöneren Beruf mehr vorstellen", sagt Fischer am Dienstag gegenüber der Lahrer Zeitung.

Zur Entscheidung bewogen, letztendlich wieder für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, hätten ihn die zugesagte Unterstützung seiner Familie und "Gespräche mit verschiedenen Menschen".

Zum Gesundheitszustand

Fischer hatte mit einem zwölfwöchigen Klinikaufenthalt und mehreren Operationen an der Wirbelsäule zu kämpfen, ist nun querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Da lässt sich die Frage nach seinem gesundheitlichen Zustand nicht umgehen: "Ich bin gesundheitlich so stabil, dass ich mir das Amt weiter zutraue. Ich habe keine Schmerzen und der Umgang mit dem Rollstuhl wird immer besser", erklärte er gegenüber der LZ. Er setze es sich aber gleichzeitig auch das Ziel, bis zum Wahlkampf noch fitter zu werden. "Daran werde ich weiter arbeiten", so der Rathauschef.

Dass Fischer mit Leib und Seele Bürgermeister ist, und seine Arbeit von den Bürgern sehr geschätzt wird, ließ sich in vielerlei Hinsicht erkennen – unter anderem gleich zu Jahresbeginn: Während andere Gemeinden sich für einen Neujahrsempfang mit geladenen Gästen entschieden, wurde durch Fischer der Neurieder Jahresempfang mittlerweile zum Gemeindefest.

Mehr als 800 Bürger sind der Einladung in diesem Jahr gefolgt. Höhepunkte seiner Amtszeit sind für ihn nicht die Projekte, die verwirklicht wurden, sondern: "Immer die Vereinsfeste und Konzerte im Jahresverlauf." Wenn er bei den Vereinen sei und das ehrenamtliche Engagement sehe, dann denke er immer: "Ja, das ist Gemeinschaft. Gemeinschaft, der ich vorstehen darf. Ich bin stolz darauf, dass wir in Neuried ein gutes Miteinander haben."

Für den Fall, dass er wiedergewählt wird, hat er bereits Pläne: "Dann würden wir vor allem das Thema Bildung in den Blick nehmen."

Unterstützung

Neben seinen Stellvertreter Peter Heuken und Ralf Wollenbär bedankte sich Neurieds Bürgermeister Jochen Fischer auch bei seinen Verwaltungsmitarbeitern für den Einsatz in den vergangenen Wochen. Darüber hinaus dankte er auch allen für die Genesungswünsche, die ihn in den vergangenen Wochen erreicht hatten.

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