Neuried Fahrräder zum Schnäppchenpreis

Neurieds Kämmerer Andreas Delfosse (links) präsentierte den Teilnehmern an der Auktion die Fahrräder. Foto: Bühler Foto: Lahrer Zeitung

Die Gemeinde Neuried hat auf dem Bauhof in Altenheim Fundsachen versteigert. Als großer Renner stellten sich die Fahrräder heraus, die im vergangenen Jahr in den Ortsteilen gefunden wurden.

Altenheim. "Angeboten werden Fundsachen, die liegen geblieben sind. Die Gemeinde Neuried bewahrt diese zunächst sechs Monate auf und veröffentlicht die Fundsachen im Amtsblatt", erklärte Yvonne Herr, Sachbearbeiterin des Bürgerbüros. Nach dem halben Jahr würden die Gegenstände gesetzlich dem neuen Besitzer gehören, erklärte Herr weiter. Neben den zwölf Herren-, Damen und Kinderrädern wurden auch einige Jacken, Fahrradhelme und Handschuhe versteigert.

Andreas Delfosse, Kämmerer der Gemeinde Neuried, fungierte auch in diesem Jahr wieder gekonnt als Auktionator. Der günstigste gebrauchte Drahtesel wechselte für gerade einmal fünf Euro den Besitzer. Ein hochwertiges, rund 500 Euro teures Herrenrad wurde für gerade einmal 20 Euro versteigert. Groß war die Freude bei den neuen Eigentümern.

Die Fahrräder waren im laufenden Jahr im gesamten Gemeindegebiet gefunden worden. "Vor allem nach bestimmten Festlichkeiten wie dem 1. Mai werden sehr häufig Fahrräder vergessen", wusste die Sachbearbeiterin. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind es in diesem Jahr dennoch deutlich weniger Zweiräder. So standen Ende 2017 noch 22 Fahrräder zur Versteigerung bereit.

Die Fahrräder, die bei der Auktion auf dem Bauhof keinen neuen Besitzer gefunden haben, würden an soziale Einrichtungen gegeben. "Dorthin, wo sie eben gebraucht werden und wir eine Freude damit bereiten können", sagte Delfosse.

Bei der Versteigerung wurden rund 100 Euro eingenommen. Diese kommen dem Gemeindehaushalt zugute.

Finder sind berechtigt, Funde bei entsprechenden Stellen der Verwaltung (meist das Ordnungsamt) oder der Polizei abzugeben. Dabei werden die Fundsache, der Fundort und die Fundzeit sowie die Personalien des Finders festgehalten.

  Das Fundbüro ist laut Gesetz verpflichtet, Fundsachen mindestens vier Wochen bis längstens sechs Monate lang aufzubewahren. Meldet sich der Verlierer innerhalb von sechs Monaten nicht, so hat der Finder Anspruch auf den Gegenstand. Wird dieses Recht durch den Finder nicht wahrgenommen, wird die Gemeinde Eigentümerin. Die Fundsachen werden dann in größeren Abständen versteigert. Die Einnahmen fließen in den Gemeindehaushalt.

 Finderlohn kann verlangen, wer eine verlorene Sache an sich nimmt und sie dem Verlierer oder Eigentümer herausgibt, sofern er seine gesetzlichen Pflichten als Finder erfüllt hat.

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