Verkauf gestartet Neun-Euro-Ticket kommt bei Lahrer Fahrgästen an

Christopher Piskadlo
Ab dem 1. Juni gilt das Neun-Euro-Ticket für den Nahverkehr. Der Vorverkauf ist am Montag angelaufen. Foto: Blessing

Lahr – Das Neun-Euro-Ticket ist seit dem gestrigen Montag im Vorverkauf erhältlich. Bei den Fahrgästen kommt das neue Angebot gut an.

Was denken Lahrer Fahrgäste über das Neun-Euro-Ticket?

Viele Fahrgäste wollen Gebrauch von dem neuen Ticket machen. Das hat eine Umfrage der Lahrer Zeitung bei der Bushaltestelle Rathausplatz ergeben. "Natürlich werde ich das Ticket kaufen, da spare ich ja fast 50 Euro", erklärte Dovota Stiller. Auch andere Fahrgäste haben sich für das Neun-Euro-Ticket ausgesprochen. "Ich habe bereits die neue Fahrkarte", berichtete eine Lahrerin, die das Ticket von ihrem Arbeitgeber erhalten hatte. Wie andere Fahrgäste hat sie jedoch die Befürchtung, dass Züge zu voll werden.

Wo kann man das Neun-Euro-Ticket kaufen?

Die Fahrkarte ist in den Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn erhältlich. Auch über die DB-App kann man sich ein Ticket buchen. Wer sich spontan eine Fahrkarte kaufen möchte, kann das auch in vielen Bussen und Zügen machen. Durch die starke Rabattierung soll das Neun-Euro-Ticket weder umtauschbar noch stornierbar sein.

Wie lange ist das Neun-Euro-Ticket gültig?

Das Billigticket ist in den Monaten Juni, Juli und August jeweils einen Monat gültig. Wer sich das Ticket Mitte des Monats kauft, muss es sich am Anfang des Folgemonats erneut kaufen. Das Ticket verliert nach Ablauf des Kaufmonats seine Gültigkeit und wird nicht automatisch verlängert.

Für wen gilt das Neun-Euro-Ticket nicht?

Menschen, die den Fernverkehr nutzen, dürfen nicht mit der günstigen Bahnkarte fahren. Kinder unter sechs Jahren dürfen kostenfrei als Begleitung mitfahren. Ältere Kinder müssen sich ein eigenes Ticket kaufen. Auch die Fahrradmitnahme ist nicht im Ticket inbegriffen.

Was ist, wenn jemand schon ein Monats- oder Jahresticket hat?

Abonnenten einer Monats- oder Jahreskarte sollen laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen einen Treuebonus erhalten. Das Neun-Euro-Ticket soll beim Bankeinzugs verrechnet oder erstattet werden.

Werden die Busse und Züge sehr voll werden?

Ein Kritikpunkt am neuen Billigticket ist die bevorstehende Auslastung der Kapazitäten. "Sie werden in einigen Regionen damit rechnen müssen, dass Sie in den Zug nicht mehr reinkommen", warnt Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn. Im Zusammenhang mit der Kampagne "Besser weiter", die von einer Imitative von Bund, Ländern und öffentlichen Verkehrsunternehmen ausgeht, wird ebenfalls vor vollen Zügen gewarnt. Wenn man hauptsächlich in der Freizeit oder im Urlaub unterwegs sein möchte, dann sollte man die Reise entsprechend flexibel planen, um gegebenenfalls einen Zug später nehmen zu können, schreibt die Initiative. "Die Verkehrsunternehmen werden alle Busse und Bahnen einsetzen, die ihnen zur Verfügung stehen", so der Verbund.

Wie viele Tickets hat die SWEG bereits verkauft?

Auf Anfrage der LZ konnte die SWEG noch keine genauen Angaben über die Verkaufszahlen machen. "Informationen über Anzahl und Art der verkauften Tickets erhalten wir monatlich. Daher können wir frühestens Mitte/Ende Juni den Verkaufsstart des Neu-Euro-Tickets bilanzieren", erklärt Pressesprecher Christoph Meichsner.

Erwartet die SWEG einen großen Ansturm von Kunden?

Eine ähnlich starke Tarifabsenkung wie beim Neun-Euro-Ticket habe es bisher im Verkehrsgebiet der SWEG noch nicht gegeben. Aussagen zur Nachfrage zum jetzigen Zeitpunkt wären spekulativ, so Meichnser. Grundsätzlich gehe die SWEG davon aus, dass hauptsächlich das Neun-Euro-Ticket gelöst wird.

Was passiert nach dem 31. August?

Das Neun-Euro-Ticket soll eine einmalige Sondermaßnahme sein. Ab dem 1. September gelten für alle Fahrkarten wieder die regulären Preise, informiert die Tarifgemeinschaft Ortenau (TGO) auf ihrer Internetseite.

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