Gerätehaus für 3,2 Millionen Euro Neue Heimat für die Feuerwehr

Christine Bohnert-Seidel

Feier: "Einsatzabteilung Süd" zieht in neues Feuerwehrhaus in Nonnenweier ein

Schwanau - Ein großer Tag für die Schwanauer Feuerwehr: Die Mitglieder der Feuerwehr "Einsatzabteilung Süd" genossen ihren Festtag zur offiziellen Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses. Das Bauwerk hat 3,2 Millionen Euro gekostet.

"Heute ist ein großer Tag für die Schwanauer Feuerwehr", sagte Bürgermeister Wolfgang Brucker. Als rundum gelungenes Werk zeige sich das neue Feuerwehrhaus in der Feuerwehrstraße 1 am Ortsausgang Süd von Nonnenweier.

Alle vier Feuerwehrhäuser in Schwanau galt es konzeptionell unter die Lupe zu nehmen, erläuterte Kommandant Bernd Leppert. Erst 2014 wurde über eine Standortfrage nachgedacht und 2017 wurde sich auf den heutigen Standort geeinigt. Auf den Tag genau war vor 22 Monaten, am 28. November 2019 Spatenstich. Am 26. Juni 2021 konnten die Einsatzkräfte ins neue Feuerwehrhaus einziehen. "Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Kameraden neben dem normalen Feuerwehralltag so stark engagieren", so Leppert. Gemeinsam sei ein gewinnbringendes Ergebnis erzielt worden, auf das alle stolz sein können. Barrierefrei glänze jetzt auf 760 Quadratmetern ein Neubau mit hohem energetischen Standard. Dem Kommando der neuen "Einsatzabteilung Süd" rief Leppert zu: "Ihr habt viel geleistet und es macht mich stolz, was wir gemeinsam geleistet haben." Auch Abteilungskommandant Jochen Holderer war glücklich über die Leistung aller Beteiligten.

Für Brucker ist der 28. Juli 2021 ein Tag der Freude, weil die Mitglieder der "Einsatzabteilung Süd", die Jugendfeuerwehr Schwanau sowie die Alterskameraden im neuen Feuerwehrhaus ihre Heimat gefunden haben. "Ein modernes, dem heutigen Stand der Technik entsprechendes Gebäude ist mit allen seinen Funktionalitäten fertiggestellt", so Brucker. Unter den Gästen begrüßte er auch Ortsvorsteherin Dagmar Frenk sowie Ortsvorsteher Sven Kehrberger und dessen Stellvertreter Hartmut Lässle. Architekten und Planer sowie alle am Bau beteiligten Firmen hätten ihren Teil zum Gelingen und zur pünktlichen Fertigstellung beigetragen. In Richtung der Bau- und Planungsgruppe sagte Brucker: "Das war eine super Leistung, was hier mit Kommandant Leppert auf den Weg gebracht wurde."

Auf der wegweisenden Arbeit dieser Gruppe konnten die beteiligten Büros nahtlos aufbauen. "Ganz prima", lobte Brucker. Neben einer Einsparung, ließ sich über diese Arbeit die Anforderungen der Feuerwehr problemlos einbringen und umsetzen. "Das gibt es nicht oft und schon gar nicht von dieser Qualität", lobte Brucker. Die Festgemeinde feiere "ein funktionales und auf hohem Standard ausgestattetes Feuerwehrhaus – ohne Schnickschnack, ohne Spielereien, eine Ausstattung, die technisch auf dem heutigen Stand ist." Brucker freute sich: "Bei allem blieben wir mit dem Projekt im Zeit- und Kostenrahmen." Stellvertretend dankte Brucker Architekturbüro Schlager mit Seniorchef Heinz Schlager und verneigte sich vor der Leistung jedes einzelnen, der sich in das "großartige Werk" eingebracht hat.

Die Einsatzabteilung Süd zählt aktuell 40 Einsatzkräfte. Hinzu kommen knapp 20 Jugendfeuerwehrangehörige. Im Jahr 2020 musste die Einsatzabteilung Süd insgesamt 56 Mal ausrücken.