Neue Mittelinsel geplant Versetzung der Mauer ist der "Schlüssel zum Glück"

Die Mauer entlang der Steinacher Hauptstraße steht unter Denkmalschutz. Zur Umgestaltung der Ortsdurchfahrt soll sie versetzt werden. Foto: Kleinberger

Steinach - Die zur Umgestaltung der Steinacher Ortsdurchfahrt geplante Mittelinsel in der Hauptstraße wird gegenüber dem ursprünglichen Plan versetzt: Ein Bau auf Höhe der Brauerei Mellert ist durch den Verkauf des Geländes nicht mehr möglich. Seitens des Ingenieurbüros Zink informierte Peter Sackmann den Gemeinderat über die aktuellen Pläne.

Diese sehen vor, dass die Verkehrsinsel auf Höhe des Pfarrgartens gebaut wird. Das erfordert allerdings eine Versetzung der dortigen Mauer um etwa 2,60 Meter. Da das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz steht, wurde eine entsprechende Anfrage beim Landesdenkmalamt gestellt. Und diese wurde laut Sackmann recht vielversprechend beantwortet: Während die Mauer aus Sicht der Denkmalpfleger definitiv Bestandteil des Ensembles rund um Pfarrheim und Kirche ist, kann eine Versetzung erfolgen. Bedingung dafür ist allerdings, dass die Teile erhalten bleiben und die Maßnahme von einer Fachfirma ausgeführt wird. Würden diese Bedingungen erfüllt, würde das Denkmalamt einer Verschiebung zustimmen. "Für uns der Schlüssel zum Glück", so Sackmann.

Gemeinde müsste Pfarrheim kaufen

Entlang der Georg-Schwendemann-Straße steht die Mauer nicht unter Denkmalschutz. Sackmann empfahl, diese ebenfalls zu versetzen, um in der Einmündung größeren Gestaltungsspielraum zu haben. Dort sollen nach aktueller Planung Parkplätze entstehen.

Die Versetzung der Mauer ist allerdings nur möglich, wenn die Gemeinde das Pfarrheim kauft. Darauf verwies Björn Krugielka (FW) in der Aussprache. Dafür sind 270. 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Ebenso wie ein Bürger in der Frageviertelstunde wollte Günter Schmidt (FW) wissen, warum bei den Plänen in diesem Bereich der Zugang zum Bach gestrichen wurde. Ein solcher war als Ergebnis eines Bürgerworkshops zunächst angedacht gewesen. Sackmann meinte, er werde im Zuge der Entwurfsplanung noch einmal geprüft. Bürgermeister Nicolai Bischler verwies auf die Kosten und Fragen der Verkehrssicherheit, weshalb der Zugang gestrichen wurde.

Auf Nachfrage von Alexander Kern (CDU) hieß es außerdem, dass der Gehweg dort, wo die Mauer versetzt wird, zwei Meter breit wird. Richtung Adlerplatz sei man an die örtlichen Gegebenheiten gebunden und es würden teils nur 1,80 Meter, führte Harald Steiner vom Büro Zink aus.