Nach Unfall in Schwanau Kind ist nicht mehr in Lebensgefahr

Nadine Goltz
Ein schwerer Unfall hatte sich am Montagmorgen auf dem Waldweg bei Allmannsweier zugetragen. Unter anderem wurden dabei drei Kinder schwer verletzt – eines davon lebensgefährlich. Lebensgefahr besteht bei dem Kind nun aber nicht mehr, so die Polizei am Freitag. Foto: Kamera24

Das Kind, das bei einem Autounfall am Montag auf dem "Waldweg" schwer verletzt wurde, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Zur Ursache des frontalen Zusammenstoßes wird noch ermittelt, ein Grund steht jedoch bereits fest.

Schwanau - Sie waren auf dem Weg zur Schule in Richtung Allmannsweier – eine 31-jährige Mutter und drei Kinder im Alter zwischen zehn und elf Jahren. Auf dem Waldweg (siehe Info) kam ihnen aus Richtung Allmannsweier ein 21-jähriger Pkw-Fahrer entgegen, der in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn fuhr und nahezu ungebremst frontal mit dem Kleinbus zusammenkrachte. Eines der Kinder erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Freiburg geflogen werden. Alle anderen Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Im Einsatz waren insgesamt fünf Rettungswagen mehrerer Organisationen und Notärzte.

"Während ein Kind unserer Erkenntnis zu Folge zu Hause ist, sind zwei weitere noch in stationärer Behandlung. Die Lebensgefahr besteht offenbar nicht mehr", erklärt Rüdiger Schaupp Polizeioberkommissar des Polizeipräsidiums Offenburg, auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Kind befinde sich – Stand Mittwoch – aber noch aufgrund der schweren Verletzungen in klinischer Behandlung. "Zur verletzten Autofahrerin kann ich Ihnen keinen aktuellen Sachstand geben", so Schaupp weiter.

Nicht angepasste Geschwindigkeit war Unfallursache

Die Strecke sei noch nie ein Unfallschwerpunkt gewesen, sagte Bürgermeister Wolfgang Brucker am Montag auf Nachfrage. Auch ein Unfall in dieser Schwere sei bislang noch nicht zu verzeichnen gewesen. Die Fahrweise des 21-Jährigen sowie die Witterungsbedingungen, hatte Brucker vermutet, seien die Gründe für den Unfall gewesen. In der ersten Vermutung gibt die Polizei dem Rathauschef nun recht: Es stehe bereits fest, dass eine Ursache für den Unfall nicht angepasste Geschwindigkeit durch den 21 Jahre alten Autofahrer war. "Unsere Experten des Verkehrsdienstes Offenburg sind im Rahmen der Unfallrekonstruktion mit der Auswertung und der Erhebung weiterer Beweismittel noch beschäftigt", sagt Schaupp gegenüber der Lahrer Zeitung.

Insgesamt ist bei dem Autounfall am Montagmorgen ein Schaden von etwa 27 000 Euro entstanden. Mehrere Stunden war die Straße rund um den Unfallort gesperrt. Neben den Notärzten war auch die Feuerwehr Schwanau vor Ort und unterstützte den Rettungsdienst mit insgesamt 15 Personen bei der Versorgung der Schwerverletzten und nahm unter anderem ausgelaufene Betriebsstoffe auf. Rund 2,5 Stunden war die Schwanauer Wehr im Einsatz, so Kommandant Bernd Schaupp.

War der Unfall denn nicht auf der Landstraße 100? So hatte es die Polizei am Montag in einer Mitteilung veröffentlicht. "Es muss leider klargestellt werden, dass der Unfall sich nicht auf der L100 zugetragen hat, sondern auf der Straße ›Waldweg‹, die wie die L100 in der Nähe in einen Kreisverkehr führt", erklärte Polizeioberkommissar des Polizeipräsidiums Offenburg, Rüdiger Schaupp. Der Unfall sei auf der Karte als L100 angezeigt worden, da hier die Netzknoten – in diesem Fall den Kreisverkehr – mit anzeigt werden. "Daher offenbar der Fehler, den ich zu entschuldigen bitte", so Schaupp

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